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Slashdot im Interview: "Das Unmögliche versuchen"

Golem.de: Die Mitglieder der Slashdot-Community gelten als ziemlich elitär. Wie kommt das?

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Timothy: Ein Grund, warum Slashdot einen so hohen Standard hat, ist, dass es keine totale Demokratie darstellt. Das Karma-System ist ja nicht für alle gleich, es ist eine Herrschaft der Besten - auch wenn es den ein oder anderen Fehler gibt, über den die Leute manchmal durchschlüpfen können. Aber Perfektion ist wohl nie zu erreichen.

Was für mich aber viel wichtiger ist: Es gibt inzwischen Slash-Sites zu den obskursten Themen. Sogar welche über das Fischen oder die legale Drogennutzung. Das ganze Ding ist viel mehr der Code, der dahintersteckt, als die einzelne Site Slashdot. Wie ich schon sagte: Ich bin viel leichter ersetzbar als die Programmierer. Die Technik kann überall, bei fast jedem Thema, angewendet werden. Mich würde interessieren, wie es wäre, wenn es so eine Art von Interaktion überall im Netz gäbe. Firmen, mit denen man unzufrieden ist, sollte man sofort nennen können, damit andere User das mitbekommen. Fehler sofort zu beheben wäre dann billiger, als zu lügen.

Die Technik hinter Slashdot (2): Eingabemaske für neue Geschichten
Die Technik hinter Slashdot (2): Eingabemaske für neue Geschichten

Golem.de: Der Linux-Hype gilt allgemein als eindeutig vorbei. Wie wird sich die Open-Source-Szene weiterentwickeln?

Timothy: Linux braucht nicht mehr jedermanns Darling zu sein, weil es tagtäglich in Produkten auf der ganzen Welt eingesetzt wird. Es gibt genügend Manager und Techniker, die Vertrauen in das Betriebssystem haben. Der Fakt, dass Linux so weit verbreitet ist, wird Sites die Segel aus dem Wind nehmen, die nur vom "Excitement" über das OS leben. Linux ist nicht mehr der Underdog, der vielleicht Erfolg haben wird. Es hat längst Erfolg.

Und auch wenn Linux verschwinden würde: Viel wichtiger ist die Idee der freien, offenen Software - dass die Leute Programmcode austauschen können, ohne irgendwie limitiert zu sein. Richard Stallman von der Free Software Foundation hat das jahrelang gesagt. Viele Leute wachen auf und merken, dass es ein völlig anderes Gefühl des Software-Besitzes ist, wenn man die Sourcen hat - und nicht nur eine hübsche Box.

Ich kann natürlich sicher nicht vorausschauen, wie die Märkte in 20 Jahren aussehen. Viele der Produkte, die wir heute als Open Source nutzen, haben aber ihren Ursprung bereits vor zehn oder noch viel mehr Jahren, die meistens Utilities beispielsweise - im GNU-Projekt etwa.

Es sind immer die Enthusiasten, die derartige Ideen anschieben und vorantreiben. Die meisten Leute fahren ja auch keine Rennautos, aber deren Technologie steckt inzwischen in jedem Kraftfahrzeug. Jedes Mal, wenn man etwas probiert, was man eigentlich für unmöglich hält, hat das Vorteile für alle anderen.

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timothy 24. Okt 2001

Kein Cockring. Sondern ist es irgendetwas vom Hardwarespeicher, keine Idee was fuer ein...

Burrito 24. Okt 2001

Schickes Fotto. Der Mann hat nen Cockring am Schlüsselbund! Da isser einem doch gleich...

Petra Struck 24. Okt 2001

Ein wirklich interessantes und aufschlussreiches Interview!

cmi 24. Okt 2001

tolle sache das. solche bonbons die über die "normalen" news hinausgehen wären auch für...


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