• IT-Karriere:
  • Services:

Slashdot im Interview: "Das Unmögliche versuchen"

Golem.de: VA Linux macht, wie viele andere Linux-Firmen auch, inzwischen Verluste und hat seine Strategie mehrfach überarbeitet. Wo siehst Du da die Zukunft von Slashdot?

Stellenmarkt
  1. Sika Automotive Frankfurt-Worms GmbH, Worms, Romanshorn, Widen (Schweiz)
  2. Landesbaudirektion Bayern, München

Timothy: Slashdot war niemals eine General-Interest-Publikation. Ich vergleiche das ganz gerne mit einem Skateboard-Magazin, das ich in meiner Pubertät gelesen habe. Damals dachte ich, das Ding verschwindet in ein paar Jahren, wenn die Skateboarder einmal erwachsen sind. Das Magazin gibt's heute noch, mit seinem speziellen Publikum. Genauso braucht Slashdot nicht jeden Leser auf der ganzen Welt. Die Zahlen müssen sich nicht ständig steigern. Als so eine Art Franchise von Ziff-Davis kann ich mir uns also nicht vorstellen.

Die Community, derzeit sind es etwa eine halbe Million Mitglieder, hat sogar ein Limit nach oben, wie viel Leute sie unterstützen kann. Wir werden sicher nicht dicht machen. Vor einem Jahr hatten wir noch nicht einmal zwei Redakteure, die die ganze Zeit auf die Seite geachtet haben. Die Zukunft sieht für mich so aus wie vorher. Es gibt weder Riesenpläne für Wachstum noch Kündigungen.

Wir waren außerdem immer vernünftig. Wir haben nur eine kleine Kerngruppe, keine riesengroßen Büros. Ich bezahle sogar meinen Provider selbst. (grinst) Die meiste Kohle wandert in die großen Server. Und einen Pool-Table gibt's auch nicht. Schade ist höchstens, dass wir nie hübsche Mädchen für irgendwelche Messen mieten dürfen...

Golem.de: Wie hat man sich den Arbeitsprozess bei Slashdot vorzustellen?

Timothy: Die Coder und die Autoren stehen die ganze Zeit im Internet Relay Chat (IRC) miteinander in Verbindung. Slashnet.org ist unser Netzwerk, wir haben da ein paar Passwort-geschützte Kanäle. Dort kann man tagtäglich beobachten, wie die Programmierfortschritte und Aktionen auf dem Server im Hintergrund laufen. Am 11. September konnte man dort beispielsweise sehen, wie die Leute im Slashdot-Hauptquartier dafür sorgten, dass die Datenbanken trotz des Ansturms ordentlich funktionierten. Das läuft alles sehr zeitnah ab: In einem Fenster sieht man den aktuellen Status, in einem anderen entscheiden wir, welche Stories wir auf die Homepage stellen und so weiter.

Das Redaktionelle läuft so: Einerseits erhalten wir die normalen Submissions. Leute schlagen uns Themen vor, die wir dann online stellen, im Stil von "Blabla writes: XYZ". Daneben haben wir regelmäßig Features wie die von Jon Katz, die genauso bearbeitet werden, wie Texte für jedes andere journalistische Medium auch. Eine dritte Kategorie, die ich besonders mag, sind längere Texte von Usern, beispielsweise Hardware- und Software-Reviews. Natürlich muss man das dann immer von den Sachen trennen, die von den Slashdot-Autoren selbst kommen.

Golem.de: Wo arbeitest Du?

Timothy: Ich persönlich arbeite von meinem jeweiligen Zuhause aus. Ich kann eigentlich überall loslegen, wo es eine vernünftige Internet-Anbindung gibt. Ich bin zu fast 100 Prozent eine Art Tele-Worker. Es gibt Meetings ein paar Mal im Jahr, dann treffe ich beispielsweise Rob und Jeff 'Hemos' Bates.

Man muss den "Bin" die ganze Zeit überwachen. Manchmal landen dort auch nur irgendwelche Beschwerden, außerdem gibt es sehr viele Dubletten. Ich stehe manchmal morgens um 6 Uhr auf, um die aktuellen Themenvorschläge durchzugehen und ein paar Kommentare zu posten. Wenn ich am Wochenende meine Schicht habe, ist es ziemlich normal, dass ich 14 Stunden durcharbeite. Das macht aber auch viel Spaß.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Slashdot im Interview: "Das Unmögliche versuchen"Slashdot im Interview: "Das Unmögliche versuchen" 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

timothy 24. Okt 2001

Kein Cockring. Sondern ist es irgendetwas vom Hardwarespeicher, keine Idee was fuer ein...

Burrito 24. Okt 2001

Schickes Fotto. Der Mann hat nen Cockring am Schlüsselbund! Da isser einem doch gleich...

Petra Struck 24. Okt 2001

Ein wirklich interessantes und aufschlussreiches Interview!

cmi 24. Okt 2001

tolle sache das. solche bonbons die über die "normalen" news hinausgehen wären auch für...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 4a - Test

Das Pixel 4a ist Googles neues Mittelklasse-Smartphone: Es kostet 350 Euro und hat unter anderem die gleiche Hauptkamera wie das Pixel 4.

Google Pixel 4a - Test Video aufrufen
5G: Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung
5G
Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung

Nokia und Ericsson betreiben viel Forschung und Entwicklung zu 5G in China. Ein enger Partner Ericssons liefert an das chinesische Militär.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Quartalsbericht Ericsson mit Topergebnis durch 5G in China
  2. Cradlepoint Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus
  3. Neben Huawei Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster

Xbox, Playstation, Nvidia Ampere: Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?
Xbox, Playstation, Nvidia Ampere
Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?

Trotz des Verkaufsstarts der Playstation 5 und Xbox Series X fehlt von HDMI-2.1-Displays jede Spur. Fündig werden wir erst im TV-Segment.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. AV-Receiver Fehlerhafte HDMI-2.1-Chips führen zu Blackscreen

CalyxOS im Test: Ein komfortables Android mit einer Extraportion Privacy
CalyxOS im Test
Ein komfortables Android mit einer Extraportion Privacy

Ein mobiles System, das sich für Einsteiger und Profis gleichermaßen eignet und zudem Privatsphäre und Komfort verbindet? Ja, das geht - und zwar mit CalyxOS.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Alternatives Android im Test /e/ will Google ersetzen

    •  /