XSL - Formatierungssprache für XML verabschiedet
Für die dokumentengetriebene Industrie biete XML zwar große Möglichkeiten, enthält aber auch einige Beschränkungen. Während XML gezeigt hat, dass es ein effektives Format zur Speicherung strukturierter Daten ist, fehlen XML noch fortschrittliche Formatierungsmöglichkeiten und eine strukturierte Transformation, wie sie proprietäre Tools bieten, so das W3C.
XSL1.0 baut dabei auf XSLT 1.0 auf, der XML-Sprache, die XML-Daten in Dokumente transformiert und bereits seit 1999 als E3C Recommendation vorliegt. XSL 1.0 definiert nun "Formatierungs-Objekte" wie Fußnoten, Überschriften, Spalten und andere Features, wie sie im Printbereich genutzt werden.
Designer sollen nun XSL 1.0 Stylesheets nutzen, um das Rendering für einen bestimmten Typ von XML-Dokumenten zu beeinflussen, einschließlich Stil, Layout und Seitenaufteilung, egal ob im Browser, auf einem Handzettel oder als Buch. Die XSL-Engine erstellt dabei aus einem XML-Dokument und einem XSL-Stylesheet das gerenderte Dokument.
Während XSLT dabei eine große Einflussnahme auf die Daten ermöglicht, wie z.B. die automatische Aufteilung in Tabellen, bietet XSL komplexe Formatierungsmöglichkeiten durch die Nutzung von Formatierungs-Objekten und Einstellungen. Dabei eignet sich XSL in erster Linie für gedruckte Medien, in Kombination mit XSLT und XML hat man aber Werkzeuge zur Verfügung, um aus einer Datenbasis den Output sowohl für Web als auch Print zu realisieren. Für weniger komplexe Formatierungen steht zudem die Cascading Style Sheet Language (CSS) zur Verfügung.
Während XSL 1.0 aber gerade den Weg zur W3C Recommendation geschafft hat, hat die XSL Working Group bereits erste Entwürfe für XSLT 2.0 und XPath 2.0 vorgelegt, während die CSS Working Group schon einige Modules und Profile für CSS Level 3 fertig hat.
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