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InfoCitizen: Europas Verwaltungen sollen zusammenwachsen

EU-Projekt unter Federführung der Saar-Uni

Beim EU-Projekt InfoCitizen arbeiten Partner aus fünf europäischen Nationen unter Federführung des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Saar-Uni (Prof. August-Wilhelm Scheer) an den Voraussetzungen, um Europas Verwaltung zu vernetzen. EU fördert das Vorhaben mit über 3 Millionen Euro.

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Europa wächst mehr und mehr zusammen: Ein Prozess, der auch das tägliche Leben erleichtert; EU-Bürger fahren ohne Grenzkontrollen von Norwegen nach Portugal, und demnächst sorgt die gemeinsame Währung dafür, dass man nicht einmal mehr Geld zu tauschen oder Preise umzurechnen braucht. Komplizierter ist es jedoch nach wie vor, wenn man es mit Verwaltungsbehörden zu tun hat. Ob Umzug oder geplante Arbeitsaufnahme in einem anderen EU-Mitgliedsland: Bürokratische und administrative Regelungen verlangen dem Bürger nach wie vor einiges ab.

Inhalt:
  1. InfoCitizen: Europas Verwaltungen sollen zusammenwachsen
  2. InfoCitizen: Europas Verwaltungen sollen zusammenwachsen

Die zahlreichen anstehenden Behördengänge und Formulare sind zum einen Folge der noch stark papiergebundenen Arbeitsweise der Behörden, zum anderen sind die Datennetze der Computer zumeist lokal auf das jeweilige Zuständigkeitsgebiet begrenzt. An diesem Punkt setzt das europäische Forschungs- und Entwicklungsprojekt "InfoCitizen" an: Informationstechnisch sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, die Verwaltungen europaweit zu vernetzen, und zwar über die nationalen Grenzen wie auch die vertikalen Verwaltungs-Ebenen (kommunal, regional, national) hinweg.

Unter Federführung des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Saar-Universität, das von Professor August Wilhelm Scheer geleitet wird, arbeiten insgesamt fünf europäische Nationen in einem elf Organisationen starken Konsortium zusammen: Ihr Ziel ist die Erforschung und Entwicklung einer Softwarelösung, die eine sichere und zuverlässige Interaktion der Behörden gewährleistet. Auf diese Weise soll es möglich werden, die bis dato örtlich verteilten Verwaltungsprozesse, die die Mobilität der EU-Bürger mit sich bringt, informationstechnisch zu verbinden. Die Europäische Union finanziert dieses Projekt, das auf zwei Jahre angelegt ist, mit insgesamt über 3 Millionen Euro.

Forschungspartner sind das Institut für Wirtschaftsinformatik, die Universität von Minho (Portugal) sowie das Informatics and Telematics Institute (Griechenland). Daneben ist eine griechische Tochterorganisation der Vereinten Nationen, das United Nations Thessaloniki Centre for Public Service, an der Forschungsarbeit beteiligt und mit der Verbreitung der in diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse auch über die Grenzen der EU hinaus beauftragt. Die Entwicklungssicht wird vertreten durch drei Industriepartner: die Software- Unternehmen Engineering (Italien), Ibermatica (Spanien) und Unisoft (Griechenland). Die Interessen der europäischen Behörden repräsentieren vier öffentliche Verwaltungen: die Gemeinden Colleferro (Italien), Tres Cantos (Spanien) und Schmelz (Deutschland) sowie die Präfektur von Thessaloniki (Griechenland).

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Diese vier Verwaltungen dienen im Rahmen des Projekts als Modelle der europäischen Behörden; exemplarisch stehen das Meldewesen, das Arbeitswesen, das Sozialwesen und Dienstleistungsangebote wie Anmietung von Räumlichkeiten im Mittelpunkt. In der ersten Projektphase werden diese Arbeitsprozesse genau untersucht und die Vorgänge vereinfacht beschrieben, also "modelliert".

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InfoCitizen: Europas Verwaltungen sollen zusammenwachsen 
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