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E-Business-Projekte: Ampeln stehen noch nicht auf Rot

Die Hindernisse unterscheiden sich deutlich nach Unternehmensgröße. Während kleinere Unternehmen mit externen und marktseitig bedingten Hindernissen kämpfen, verlagert sich die Problematik mit steigender Unternehmensgröße auf organisationsbedingte Hindernisse. Bei Großkonzernen kommen massive Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der bestehenden IT-Systemlandschaft hinzu.

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Die befragten Unternehmen haben eine breite Palette von laufenden E-Business-Projekten in der Pipeline. Das "going live" ist in vielen Fällen erst für 2002 geplant. In diesem Jahr wird sich die Anzahl der operativ laufenden E-Business-Systeme in Deutschland fast verdoppeln. Mäßig sind jedoch die Erfolge, die deutsche Unternehmen bisher verbuchen konnten. Hier müssen die verantwortlichen Führungskräfte ansetzen und fünf zentralen Herausforderungen im E-Business begegnen.

Gerade für große Unternehmen ist die Komplexität des E-Business nur schwer zu bewältigen. Organisatorische Reibungsverluste und technische Schwierigkeiten in den Systemlandschaften bremsen die Umsetzung. Über ein strukturiertes "E-Business Alignment" müssen die laufenden Projekte deshalb besser mit den strategischen Prioritäten in Einklang gebracht werden, rät die Studie. Dabei könnte zum Beispiel eine stärkere Priorisierung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung helfen. Um die Komplexität zu beherrschen, sollten bereits laufende Projekte geprüft und dann selektiv beschleunigt werden.

Erhöhte Geschwindigkeit als Hauptziel im E-Business lasse sich nur durch eine Neugestaltung der Prozesse quer durch die Unternehmensbereiche realisieren, so die Autoren. Dies erfordere jedoch zwingend einen bereichsübergreifenden Ansatz, der selten existiert. Hier sollte die strategische Denkpause genutzt werden, um die Projekte stärker prozessorientiert aufzustellen. Sonst bleibe Geschwindigkeit ein leeres Schlagwort.

Gerade auf der Marktseite war die Versuchung groß, dem E-Business-Hype im Wettlauf mit den Start-ups zu erliegen. Heute stelle man fest, dass Kunden die Angebote im Netz deutlich langsamer annehmen als erhofft; während die Unternehmen ihre Ziele auf der Vertriebsseite deutlich zurückschrauben. Hier würde man Ansätze in der Verkaufsanbahnung, im Aftersales, und bei Services benötigen, die auf spezielle Kundenbedürfnisse abzielen. Das Internet sei ein Vertriebskanal, der nach der Kunst verlangt, eine Multi-Channel-Betreuung zu orchestrieren.

Ein reines Abarbeiten der Fülle von Anforderungen aus den Fachbereichen würde dazu führen, dass die IT-Systemlandschaften spätestens 2004 kaum mehr beherrschbar wären, so die Studie. Die deutschen CIOs müssten sich daher die Frage stellen, wie sie ihre "e-Architektur" so konzipieren können, dass sich in die Systemlandschaft auch zukünftig eine Vielzahl neuer Lösungen einbinden lassen.

Deutlich stärker als bisher müsse den Ängsten und Widerständen durch gezieltes Change Management begegnet werden. Häufig durchlaufen erfolgreiche E-Business-Projekte zunächst ein tiefgreifendes organisatorisches Reengineering. Die Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter in dieser Phase zu erhalten sei eine der vordringlichsten Management-Aufgaben.

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