Debeka-Versicherung setzt auf Linux am Arbeitsplatz

SuSE Linux AG realisiert SmartClient-Architektur bei der Debeka

Die bundesweit operierende Versicherung und Bausparkasse Debeka setzt auf Linux. Das Unternehmen will bei seinen über 3.000 PC-Arbeitsplätzen in Zukunft eine so genannte SmartClient-Architektur unter Linux einsetzen, die von der SuSE Linux AG implementiert wird. Dadurch lassen sich die mehr als 3.000 PC-Arbeitsplätze an über 230 Standorten kostensparend und komfortabel aus der Koblenzer Unternehmenszentrale administrieren.

Artikel veröffentlicht am ,

Bei der SmartClient-Architektur werden sämtliche Anwendungsprogramme auf zentralen Servern bereitgestellt, verwaltet und ausgeführt. Grundlage hierfür ist das Multiuser-Betriebssystem Linux auf den Clients vor Ort sowie auf den Servern.

Stellenmarkt
  1. Ingenieur (m/w/d) Netzberechnung Datenhaltung
    Amprion GmbH, Pulheim
  2. Trend- und Technology Analyst Innovationsabteilung (m/w/d)
    Hays AG, Köln, Mannheim, München, deutschlandweit (Homeoffice)
Detailsuche

Da kleinere Geschäftsstellen (bis zu zehn Mitarbeitern) mit einer kostengünstigen 64 kBit/s-Leitung an die Zentrale angebunden sind, profitiert man dabei von einer bandbreitenschonenden Software-Verteilung, die SuSE bereitstellt. Das Einspielen von Updates oder neuer Software erfolgt künftig remote aus der Koblenzer Zentrale.

Um dies zu realisieren, wird ein Referenz-Rechner mit einer für alle Arbeitsplatzrechner verbindlichen Standardsoftwareausstattung definiert und gepflegt. Für die Synchronisierung von Referenz-Rechner und Arbeitsplatzrechner wird der Rsync-Dienst verwendet. Durch ihn können die Dateien über das Netz kopiert werden. Der besondere Vorteil dieses Dienstes: Rsync kopiert nur die Informationen, die nicht schon auf dem Zielsystem vorliegen. Die Daten werden dabei komprimiert übertragen.

Komplettiert wird das Update durch die Softwareverteilung auf die verschiedenen PCs innerhalb einer Geschäftsstelle über das LAN. Dabei übernimmt ein Linux-Arbeitsplatzrechner die Funktion eines Cache-Servers. Das spart Bandbreite und Zeit. Gesteuert wird die genaue Abfolge aller Updates in den Filialen über entsprechende Einträge im zentralen Verzeichnisdienst: Das serverseitige Update-Skript weckt einen Rechner pro Außenstelle auf. Dieser lädt die neueste Image-Version und wird dadurch zum Caching Image Server. Anschließend überträgt dieser das Update auf sämtliche anderen Rechner der Außenstelle.

Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
  2. IT-Sicherheit für Webentwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.05.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ermöglicht wird die Remote-Administration aus der Koblenzer Debeka-Zentrale durch die Kombination verschiedener plattformunabhängiger Serverdienste. Herzstück der Architektur ist der Verzeichnisdienst LDAP (Lightway Directory Access Protocol). Im LDAP-Server werden alle Informationen über das gesamte System verwaltet, so z.B. Hardwarekonfiguration, Software-Releases aller Clients, Server und Netzwerkparameter. Dadurch können alle weiteren Dienste z.B. DHCP (Dynamic Host Configuration Protokoll) und DNS (Domain Name Service) automatisch konfiguriert werden. Neu angeschlossene Rechner werden selbstständig erkannt, relevante Hardwarekomponenten werden dabei in den LDAP-Server eingetragen. Es bieten sich u.a. der freie OpenLDAP-Server oder ein Novell Directory Server (NDS / eDirectory) an.

Die neue Infrastruktur bringt neben den Kostenvorteilen durch die zentrale Administration auch für die Anwender eine Reihe von Verbesserungen. Unabhängig vom Endgerät können sie von überall mit den ihnen vertrauten Anwendungen arbeiten. Neben den unter Linux laufenden Anwendungen können all jene Systeme integriert werden, für die eine Client-Software unter Linux zur Verfügung steht. Der Fokus der Debeka lag dabei darauf, alle wesentlichen Applikationen in der Zentrale laufen zu lassen und diese webbasiert zu verwenden. Des Weiteren wurden bei der Debeka vorhandene Windows-Anwendungen über ICA-Clients (Independant Computing Architecture) von Citrix integriert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sicherheitslücke
Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist

Forschern ist es gelungen, eine Schadsoftware auf ausgeschalteten iPhones mit vermeintlich leerem Akku auszuführen. Denn ganz aus sind diese nicht.

Sicherheitslücke: Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist
Artikel
  1. Bundeswehr: Das Heer will sich nicht abhören lassen
    Bundeswehr
    Das Heer will sich nicht abhören lassen

    Um sicher zu kommunizieren, halten die Landstreitkräfte in NATO-Missionen angeblich ihre Panzer an und verabreden sich "von Turm zu Turm".
    Ein Bericht von Matthias Monroy

  2. Einstieg in Linux mit drei Online-Workshops
     
    Einstieg in Linux mit drei Online-Workshops

    Linux-Systeme verstehen und härten sowie die Linux-Shell programmieren - das bieten drei praxisnahe Online-Workshops der Golem Akademie.
    Sponsored Post von Golem Akademie

  3. Milliarden-Übernahme: Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter
    Milliarden-Übernahme  
    Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter

    Mit Blick auf die Zählung von Spam-Konten bei Twitter hat Elon Musk gefragt, ob die mehr als 200 Millionen Twitter-Nutzer angerufen worden seien.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 400€ Rabatt auf Gaming-Stühle • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ [Werbung]
    •  /