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Studie: SmartCards sind weiter im Kommen

Integrierte Lösungen sind gefragt

Im Jahr 2000 waren weltweit 1,79 Milliarden SmartCards im Einsatz. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan soll der Markt auch weiterhin stark an Volumen zulegen. So wird die Zahl der genutzten Karten im Jahr 2004 bereits bei 3,66 Milliarden liegen.

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SmartCards finden sich beispielsweise in den Bereichen Netzsicherheit, Pay-TV und E-Payment. Bedeutendstes Produktsegment waren dabei mit 15,2 Prozent der Gesamtstückzahl im Jahr 2000 die SIM-Karten für Handys. Mit der Flaute des europäischen Handymarktes ist deren Absatz allerdings erheblich unter Druck geraten.

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Neue Wachstumschancen ergeben sich aus dem Engagement der Mobiltelefonunternehmen im Finanzsektor. Ihre Netze, ihre Kunden und ihre Abrechnungssysteme verschaffen ihnen zusammen mit den verschiedenen Chipkarten eine gute Ausgangsbasis, um Marktanteile bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs zu gewinnen. Das Angebot einer schlankeren Zahlungsinfrastruktur macht sie zu einer ernsthaften Konkurrenz für die Banken, deren elektronische Geldbörse (GeldKarte) sich offensichtlich nicht durchsetzen konnte. Das Zusammenwachsen von Mobiltelefon und Internet lässt weiteres Wachstumspotenzial erwarten, so Frost & Sullivan.

Nach Anoop Ubhey, SmartCard-Spezialist bei Frost & Sullivan, müssen die Anbieter ihr Produktspektrum erweitern. Zunehmend hängt ihr Erfolg von der Fähigkeit ab, umfassende und integrierte Lösungen anzubieten. Dabei geht es auch um höhere Sicherheit, größere Benutzerfreundlichkeit und besseren Service. Ein Beispiel für die stärkere Orientierung auf Komplettlösungen sind die multifunktionalen Management-Tools "4Most" von Oberthur, die Kartenaussteller in die Lage versetzen, Anwendungen über das Internet hinzuzufügen, zu ändern oder zu löschen. Das Card Management System (CMS) von Euronet dient der Verwaltung von EC-Karten und Geldautomaten und sammelt und aktualisiert neben der Kontoführung Informationen über die Kartenbenutzung.

Zahlreiche Fusionen und Übernahmen wie die von Bull CP8 durch SchlumbergerSema und von Sema durch Schlumberger deuten auf eine Transformationsphase des Marktes hin. Microsoft will sich offensichtlich aus dem Markt zurückziehen und hat angekündigt, Lizenzen für den Quellcode seiner SmartCard-Plattform zu vergeben. Der weltweit größte Chipkartenhersteller Gemplus ist vom Abschwung des Handymarktes besonders stark betroffen, da die Handy-Chipkarten fast 75 Prozent seines Umsatzes ausmachen. Dennoch wird das Unternehmen seine Führungsposition voraussichtlich verteidigen können. Als weitere wichtige Hersteller nennt die Studie ID Data, SETEC und Incard.

Regionaler Hauptschwerpunkt des Absatzes ist Europa mit 53 Prozent im Jahr 2000. Der Anteil der asiatisch-pazifischen Region soll von 24 Prozent im Jahr 2000 auf 31 Prozent im Jahr 2002 ansteigen. Die USA liegen erst bei zwei Prozent des weltweiten Absatzes, der Markt gewinnt aber langsam an Dynamik.

Die kürzlich erschienene Studie ergänzt einen Subskriptionsdienst von Frost & Sullivan, der die gesamte Wertschöpfungskette in der SmartCards-Branche abdecken soll. Der Titel der Studie lautet "Frost & Sullivan's Analysis Of The Global Smart Card Market".



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