UMTS-Studie: Die Erwartungen schwinden
Nichts geht derzeit über den Highspeed-Internetzugang DSL, zumindest wenn man die deutschen Telekommunikationsunternehmen selbst fragt. Auch die Technologie der zweiten Mobilfunkgeneration GSM schätzen die Marktteilnehmer als bedeutsamer ein. An dritter Stelle: GPRS. Warum: GPRS ist bereits verfügbar. Bemerkenswert ist, dass das viel diskutierte Technologieprojekt Powerline – also die Datenübertragung via Stromnetz – z.Zt. kaum Beachtung in der TK-Branche findet. DSL ist für Telekommunikationsexperten derzeit die bedeutendste Technologie. UMTS liegt zurzeit auf Platz sieben.
Zugleich ist UMTS aus Sicht der Telekommunikationsanbieter zur größten unternehmerischen Herausforderung avanciert. Damit löst die UMTS-Technologie in der Liste der Herausforderungen die Kundenbindung von Platz eins ab. Ein ganz anderes Problem scheint der Branche stärker unter den Nägeln zu brennen: die Kosten. Die Reduktion der Ausgaben sehen die Befragten gleich hinter dem Aufbau von UMTS als zweitwichtigste Aufgabe der nächsten zwölf Monate an.
"Die Telekommunikationsbranche hat hohe Investitionen in UMTS getätigt. Unternehmen werden deshalb viel daran setzen, die dritte Mobilfunkgeneration so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen" , sagte Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert und Partner Unternehmensberatung. "In den nächsten zwölf Monaten geht es weiterhin nur um das Investieren. Geld verdient die Branche nicht vor dem Jahr 2004."
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