Computec klagt gegen Computer Bild Spiele
Das Magazin "ComputerBILD Spiele" fügt seit einiger Zeit jeder Ausgabe seiner nur 4,80 Mark billigen Zeitschrift vollständige PC-Spiele bei, die im Handel laut Computec für bis zu 100 DM angeboten werden. Damit würden, so Rechtsanwalt Dr. Gerhard Barth, der Computec vertritt, "Kunden in übertriebener Weise angelockt" .
Es stehe also nicht mehr der Kauf des Magazins, sondern vielmehr das vermeintliche Geschenk, die Vollversion im Vordergrund. Dies verzerre den Wettbewerb in einer nicht zulässigen, unfairen Weise und ermögliche dem Großkonzern Axel Springer, kleinere Wettbewerber zu schädigen.
Die Klage wurde heute am Landgericht München eingereicht. Computec hofft in wenigen Wochen auf ein positives Ergebnis und damit auf einen Stopp der Geschäftspraktiken des Axel Springer Verlags.
Kommentar:
Die Tatsache, dass PC-Zeitschriften mit Vollversionen von Spielen ausgeliefert werden, ist alles andere als neu – das Anfang des Jahres eingestellte Spielemagazin "PC Joker" etwa erschien monatlich mit einem Spiel. Zudem erscheint es übertrieben, wenn die Spiele laut Computec einen Wert von bis zu 100 DM haben sollen – die von der Computer Bild Spiele mitgelieferten Programme sind zumeist bereits älteren Datums und auf dem Markt zum Budgetpreis erhältlich.