Internationaler Wettstreit der Kletter-Roboter in Karlsruhe
Der Wettbewerb im Erklimmen senkrechter Flächen wird im Rahmen der "4th International Conference on Climbing and Walking Robots" ("CLAWAR 2001") veranstaltet, die vom 24. – 26. September 2001 im Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe und somit erstmals in Deutschland stattfindet. Die mit Mitteln der Europäischen Union geförderte Konferenz fand bisher in Brüssel, Portsmouth und Madrid statt.
Die Lübecker Roboter FALCO (Fast Autonomous Lightweight Climbing Object) und ALFRED (Autonomous Lightweight Flexibly Running Experimental Device) sollen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem halben Meter pro Sekunde in die Höhe bewegen. Spezielle Saugtechniken halten sie an der Wand. Mit 20 Umgebungsmessungen in der Sekunde und einer Neigungssensorik sollen sie zudem in der Lage sein, zentimetergenau zu manövrieren. Dabei weichen die schwindelfreien Kraxelkünstler Hindernissen den Entwicklern zufolge selbstständig aus, erkennen Zielobjekte und steuern diese präzise an.
Die Ziele von Brockmann und seiner Forschungsgruppe haben es sich als Ziel gesetzt, Methoden für die Autonomie, Eigenintelligenz und Lernfähigkeit von Automatisierungssystemen weiterzuentwickeln. Im Schwerpunkt stehen dabei intuitiv und einfach zu beherrschende Methoden für Niedrigpreis- und Hochgeschwindigkeits-Anwendungen. Die möglichen Anwendungsgebiete von Kletter-Robotern sollen neben dem Inspizieren und Reinigen von Häuserfassaden beispielsweise auch Arbeiten in großer Höhe und an schwer zugänglichen Stellen in der Werftindustrie sein.
FALCO und ALFRED treten in Karlsruhe gegen englische, italienische und russische Konkurrenz an. Ausschlaggebend für den Erfolg sind Umgebungswahrnehmung, Bewegungskontrolle und eigenständige Aktionsfähigkeit.
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