FSF: RTLinux verletzt die GPL
Eben diese "Patent-Lizenz" beschränkt nach Meinung der FSF die Verteilung des unter GPL stehenden Programms. Die FSF spricht sich gegen Software-Patente aus und ist zudem der Ansicht, dass Yodaikens Patent-Lizenz die GPL des Linux-Kernels verletzt.
"Software-Patente sind eine schädliche Regierungsmethode, um Monopole zu erschaffen und die Freiheit von Computer-Nutzern zu beschränken" , so die FSF in einer Presseerklärung. "Wir sprechen uns gegen diese Methoden aus und denken es ist eine Schande, dass Victor Yodaiken dafür entschieden hat, ein Patent für etwas geltend zu machen, das, so glauben wir, nicht patentiert werden sollte und kann." Das Patent beschreibt Echtzeit Interrupt Handling unter Verwendung einer Software-Emulationsschicht zur Interruptmaskierung, so dass Interrupts nach Priorität behandelt werden können. Laut FSF habe es solche Methoden aber schon vorher gegeben.
Yodaiken habe nun versucht, das Patent dazu zu verwenden, restriktive Bedingungen auf ein unter der GPL stehendes Programm anzuwenden. Diese Bedingungen stehen im Konflikt zur GNU General Public License und führen damit zu einer Verletzung der GPL, so die FSF.
Man habe Yodaiken auf die Problematik hingewiesen und ihm dargelegt, welche Lizenzbedingungen mit der GPL konform wären. Es sei nun an ihm, sich nach der GPL zu richten oder die Verbreitung einzustellen.
Es sei nun aber an den Copyright-Inhabern von Linux, die GNU GPL für ihren Code einzufordern – die FSF gehört nicht dazu, hat sie sich doch nie an der Entwicklung des Linux-Kernels beteiligt, auch wenn viele ihrer Applikationen in Zusammenhang mit dem Betriebssystem GNU/Linux stehen. Dennoch werde die FS andere Unternehmen unterstützen, sollten diese rechtlich gegen Yodaiken vorgehen, wenn er die Verletzung der GPL nicht einstellt.
FSMLab arbeitet unter anderem mit Red Hat und Lineo zusammen.
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