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Milliardenschaden durch Software-Piraterie in Osteuropa

Anzahl der Raubkopien fast doppelt so hoch wie in Westeuropa

Die kürzlich veröffentlichte Studie von Datamonitor über die Software-Industrie in Osteuropa zeigt, mit welchen massiven Problemen diese Region zu kämpfen hat: Der Anteil der Raubkopien liegt hier mit 63 Prozent fast doppelt so hoch wie in Westeuropa. Der Studie zufolge könnten ein effektiver Schutz des Copyrights und konsequentere Maßnahmen gegen kriminelle Fälscher die osteuropäischen Länder in hohem Maße stabilisieren.

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Nach Berechnungen von Datamonitor würden die Steuereinnahmen aus dem Software-Sektor in Osteuropa jährlich um 25 Prozent steigen - falls die Piraterie-Raten auf den westeuropäischen Wert von 34 Prozent reduziert werden könnten. Die Mehreinnahmen aus Einkommens-, Unternehmens- und Mehrwertsteuern könnten bis zum Jahr 2004 ca. 2,5 Milliarden US-Dollar betragen. Addiert man sämtliche Verluste, die sich durch Software-Piraterie für das Bruttosozialprodukt ergeben, entgeht den osteuropäischen Staaten sogar ein Betrag von mehr als 27 Milliarden US-Dollar.

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In Osteuropa sind gegenwärtig rund 137.000 Menschen in der Software-Industrie beschäftigt. Ein Rückgang der Raubkopie-Rate von einem Prozent würde zu 6.500 neuen Arbeitsplätzen in der Region führen, so die Studienautoren. "Jeder Arbeitsplatz, der in der osteuropäischen Software-Industrie geschaffen wird, führt zu vier neuen Jobs in der übrigen Wirtschaft", erklärte Kerry Taylor, Lead Analyst bei Datamonitor. "Könnte man die Piraterie-Rate an das westeuropäische Niveau angleichen, würde sich die Anzahl der Beschäftigten, die direkt oder indirekt von der Software-Industrie abhängen, mehr als verdoppeln."

Auch die Musikindustrie muss sich auf vielen osteuropäischen Märkten mit einer hohen Anzahl von illegalen CD-Produktionen und nachlässigen Strafverfolgungsbehörden auseinander setzen. Hier wurden erste Erfolge erzielt: In Ländern wie Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik, in denen es gelang, die Piraterie-Rate erheblich zu senken, ließ sich ein starker Anstieg der Verkaufszahlen, der ausländischen Investitionen und der Anzahl der Beschäftigten beobachten. "Es ist höchste Zeit, dass Studien wie der Datamonitor-Bericht osteuropäischen Regierungen und Verbrauchern aufzeigen, dass sie in hohem Maße von einem effektiven und nachhaltigen Schutz des Copyrights profitieren können", betonte Stefan Krawczyk, Regional Director Osteuropa der Internationalen Föderation der Phonographischen Industrie (IFPI).

Auf Grund der niedrigen Strafen ist Software-Piraterie gegenüber anderen Verbrechen wie Drogen- oder Waffenhandel mit einem vergleichsweise geringen Risiko verbunden. Kriminelle Organisationen betrachten das Fälschen von und den Handel mit illegaler Software als eine sichere Einkommensquelle. Bis vor kurzem konnten sie beinahe ungestört operieren, da die Strafverfolgungsbehörden Copyright-Missbrauch kaum ahndeten. Nach Berechnungen von Microsoft kostet die Errichtung einer Fabrik, die an einem normalen Acht-Stunden-Tag mehr als 5.000 gefälschte CDs produzieren kann, im Schnitt nicht mehr als 1,5 Millionen US-Dollar.

"Copyright-Delikte sind volkswirtschaftlich extrem schädlich, denn auf Grund der geringeren Einnahmen wird das Wachstumspotenzial der örtlichen Software-Firmen nicht voll ausgeschöpft", erklärt Georg Herrnleben, Regional Manager Zentraleuropa des Industrieverbandes Business Software Alliance (BSA). "Diese Verluste können auch nicht durch potenzielle Investoren ausgeglichen werden. Natürlich ist niemand bereit, in eine Industrie zu investieren, die in einem derartig hohen Umfang vom Diebstahl geistigen Eigentums betroffen ist".



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killbob 18. Mai 2005

Hallo zusammen, Ich halte das für absoluten Blödsin, dann sollen die Unternehmen die...

Dieter 29. Mai 2002

Mika kauf dir ein Kopf!!!

Peter 16. Nov 2001

Windows XP kann man in Asien schon für ein paar Cent beommen. Osteuropa ist ein alter...

Mika 17. Sep 2001

Das mit den 65% kann ich auch nicht glauben. Computerbild zu folge sollen es 90% allein...

toni 17. Sep 2001

Sind es wirklich nur 65%? In östlichen Ländern gibt es warscheinlich mehr Geschäfte mit...


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