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Novell präsentiert NetWare 6

"Novell hat das Internet ernst genommen". Novell hat gestern in München mit NetWare 6 die nächste Generation seines Netzwerkbetriebssystems vorgestellt, das Informationen aus Unternehmensnetzwerken weltweit nutzbar machen soll. Mitarbeiter haben über einen Browser jederzeit und überall Zugriff auf wichtige Daten und Netzservices.
/ Jens Ihlenfeld
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Novell hat hierzu die Dateidienste vollständig überarbeitet. Neue Funktionen wie Novell iFolder – ein virtuelles Internet-basierendes Arbeitsverzeichnis – und Novell iPrint ermöglichen das Bearbeiten und Ausdrucken von Dateien über das Internet. Die skalierbaren Novell Storage Services 3.0 sollen in Verbindung mit dem integrierten Zwei-Knoten-Cluster Verfügbarkeit und effiziente Nutzung der Speicherkapazitäten garantieren. NetWare 6 unterstützt zudem Storage Area Networks (SANs) und verfügt über Lösungen für das Management großer Datenbestände in heterogenen Unternehmensnetzwerken.

"Mit NetWare 6 haben wir ein Betriebssystem geschaffen, das einen echten Non-Stop-Zugriff auf Netzwerkinformationen bietet" , erklärt Michael Naunheim, Marketing Direktor Zentraleuropa der Novell GmbH. "Es ist egal, wo sich der Anwender aufhält und welches Endgerät er verwendet – NetWare 6 bringt die Netzdienste und die Informationen sicher und zuverlässig zum Anwender. Novell hat das Internet ernst genommen und mit NetWare 6 die wohl derzeit einzige wirklich internetfähige Lösung auf den Markt gebracht. Mit NetWare 6 erhalten Daten und Informationen die Mobilität, die das immer mobiler werdende Geschäftsleben erfordert."

Dank des Novell Native File Access Pack müssen Anwender nun keine Novell Client Software mehr auf ihren Rechnern installieren, um auf die Novell Server zuzugreifen. Der Zugriff erfolgt per Internet auch über Firewalls hinweg oder über andere, standardmäßig in das Client-Betriebssystem integrierte Protokolle (z.B. CIFS, NFS oder AFP). NetWare 6 soll sich so vollständig in jede Netzwerkumgebung einbinden lassen und ermöglicht so einer Vielzahl von Client-Plattformen den sofortigen Zugriff auf Dateidienste und Speicherkapazitäten.

Mit iFolder, einer Software zum Management von Informationen, sind Anwender für die Arbeit mit ihren Daten nicht mehr auf einen bestimmten PC angewiesen. Sie können von jedem Internet-fähigen Endgerät aus sicher auf ihre Informationen und Dateien zugreifen. Novell iFolder schafft eine homogene One-Net-Netzwerkumgebung, in der Anwender ihre Dateien automatisch und sicher über alle gängigen Netzwerktypen hinweg auf jedem Computer synchronisieren können. Dem Anwender stehen auf einem zentralen Server und seinem aktuell eingesetzten Client immer die aktuellen Versionen seiner Daten zur Verfügung, ohne dass er sie manuell synchronisieren oder kopieren muss. Wird ohne Verbindung zum Netzwerk gearbeitet, so gleicht iFolder über den zentralen Server die bearbeiteten Dateien bei der nächsten Verbindung zum Netzwerk automatisch ab. Die parallele Speicherung auf dem Server und dem Gerät des Anwenders soll Datenverlusten sicher vorbeugen. Novell iFolder nutzt dabei Novell eDirectory oder jeden anderen LDAPv3-kompatiblen Verzeichnisdienst zur sicheren Identifizierung der Anwender.

Mit Novell iPrint können Anwender via Internet von überall her auf jedem Netzwerkdrucker ihre Dokumente ausdrucken. Über einen Internet-Browser kann der Nutzer den gewünschten Drucker auswählen und den Druckauftrag starten. Auch in der normalen Administration bietet iPrint Vorteile: Alle Drucker im Netz lassen sich zentral steuern, unabhängig von ihrem Standort und Hersteller. Novell iPrint nutzt das Internet Printing Protocol (IPP).

Die integrierten Novell Storage Services 3.0 (NSS) sollen für eine effiziente und sichere Nutzung vorhandener Speicherkapazitäten sorgen. Die NSS unterstützen eine unbegrenzte Anzahl von Volumes, die jeweils bis zu 8 Terabyte umfassen können. Jedes Volume kann eine unbegrenzte Zahl von Dateien enthalten. Weitere Merkmale der NSS sind User Quotas zur Begrenzung des Speicherplatzes für einzelne Anwender sowie Disk Mirroring über die integrierte Unterstützung von RAID 0. Die einzelnen Volumes sind unter NSS 3.0 nicht mehr an bestimmte Festplatten mit begrenztem Speicherplatz gebunden. Sie beziehen den benötigten Speicherplatz aus einem Speicherpool des Netzwerkes.

NetWare 6 wird mit den Novell Cluster Services und einem integrierten Zwei-Knoten-Cluster ausgeliefert. Ein Ausbau auf 32 Knoten á 32 Prozessoren ist möglich. NetWare 6 soll hierdurch eine sehr hohe Ausfallsicherheit und Leistungsfähigkeit erreichen. Selbst wenn einmal ein Server ausfallen sollte, stehen die wichtigen Netzdienste immer noch zur Verfügung.

Der integrierte Netware Web Access ermöglicht den Zugriff auf die Datei-, Druck- und E-Mail-Dienste des Unternehmensnetzes über das Internet und einen Web-Browser. Hierzu sind weder ein zusätzlicher Client noch ein Virtual Private Network (VPN) erforderlich. Die sichere Authentifizierung der Anwender erfolgt webbasiert über Novell eDirectory. NetWare Web Access kann durch weitere Funktionen und Schnittstellen zu Back-End-Systemen ergänzt werden.

Novel NetWare 6 ist ab dem 15. Oktober über den Novell-Fachhandel erhältlich. Die deutsche Version wird ab dem 15. November 2001 zur Verfügung stehen.


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