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Spieleschmiede Ascaron stellt Insolvenzantrag

Entwickler von "Anstoß" und "Der Patrizier" droht Zahlungsunfähigkeit

Der Gütersloher Computerspielehersteller Ascaron Publishing Software Vertriebs GmbH hat am 31. August 2001 beim zuständigen Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen, das am 8. August dieses Jahres sein zehnjähriges Firmenjubiläum feierte, beschäftigt derzeit 80 Mitarbeiter und hat sich mit Titeln wie "Anstoß" und "Der Patrizier" einen Namen gemacht.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Insolvenzantrag wurde auf Grund der drohenden Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens gestellt und sei, so Ascaron, eine kaufmännische Vorsichtsmaßnahme zur Sicherung der Arbeitsplätze. Die Gründe für die finanzielle Schieflage des Unternehmens sollen in den hohen Vorfinanzierungskosten für die Entwicklung der Software liegen, was in den letzten zehn Jahren bis zum Tage der Antragstellung stets aus eigenen Mitteln geleistet werden musste. Da die in Entwicklung befindliche Software keine für Banken übliche Kreditsicherheit darstellt, stand dem Unternehmen für den kurzfristigen Liquiditätsbedarf kein ausreichender Spielraum zur Verfügung.

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Im 1. Quartal dieses Jahres hatte Ascaron eigenen Aussagen zufolge aussichtsreiche Verhandlungen mit einer Venture-Capital-Gesellschaft zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals geführt. Ein Ergebnis gab es jedoch nicht: "Auf Grund der gleichzeitig panikartigen Verschlechterung des Kapitalmarktumfeldes ist der Investor, ein Unternehmen des Neuen Marktes, jedoch nach mehreren positiv verlaufenen Verhandlungsmonaten für Ascaron völlig überraschend und nur wenige Tage vor dem Abschluss des bereits unterschriftsreifen Beteiligungsvertrages von dem angekündigten Engagement zurückgetreten", heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Andere Kontakte mit Kapitalgebern konnten bisher noch nicht zu einem positiven Abschluss gebracht werden, so Ascaron. Die derzeit laufenden Gespräche mit interessierten Geldgebern würden noch andauern.

Die historische Wirtschaftssimulation Patrizier 2 habe zwar kürzlich den Abschluss von Vertriebsverträgen für das kommende umsatzträchtige Weihnachtsgeschäft in den wichtigsten europäischen Märkten, in den USA sowie in Japan, Südkorea und China gebracht, leider aber nicht rechtzeitig genug, um den kurzfristigen Kapitalbedarf bis zum Weihnachtsgeschäft hinreichend sicherstellen zu können.

Derzeit arbeitet der vorläufige Insolvenzverwalter Frank M. Welsch zusammen mit der Unternehmensleitung an der Aufstellung eines tragfähigen Sanierungskonzeptes zum angestrebten Erhalt sämtlicher 80 Arbeitsplätze im Unternehmen. Hierzu sei Ascaron auch die Unterstützung der Stadt Gütersloh und der IHK Ostwestfalen zugesichert worden.

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Udo Boss 09. Okt 2001

Nein, ich kann es gar nicht glauben. Anstoss 3, das für mich beste Fussballmanagerspiel...

ubi 13. Sep 2001

... und jetzt kündigt Sunflowers an, dass sie 10 Mio. DM in die Werbung für Anno 1503...

Heili 13. Sep 2001

schade....*schnief*......gute software, gute erinnerungen. ist wohl doch nicht so das...

DaBlitz 10. Sep 2001

Ich besitze Anstoß3+Der Patrizier2 und ich hatte nie Probleme mit den Spielen. Sie laufen...

GEZ-Zahler 10. Sep 2001

http://www.3dgaming.de/#newsitem1000147610,64975, Man beachte die Infos hinter dem...


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