Studie: Neuer Markt als beschäftigungswirksame Institution
Bundeswirtschaftsminister Müller hob aber hervor, dass bei vielen – insbesondere auch Kleinanlegern – das Engagement in Werte des Neuen Marktes zu teilweise erheblichen Verlusten geführt habe, vor allem, wenn die Aktien auf Kreditbasis erworben wurden. Das Vertrauen in die Aktie als Vermögensanlage hat sicherlich gelitten, so der Minister weiter.
Der Neue Markt dürfe seine wichtige Funktion zur Finanzierung von innovativen Wachstumsunternehmen in Deutschland nicht verlieren, mahnte Müller.
Zum 20. Juli 2001 erreichte der Beschäftigungsstand 186.207 Mitarbeiter in 342 Unternehmen, während zum 31. März 2000 noch 93.210 in 239 Unternehmen gemessen wurden. Bis Ende 2001 erwartet man eine leichte Abnahme des Beschäftigungsstandes auf 181.600 Mitarbeiter. Bis Ende 2002 geht man von 200.000 Mitarbeitern aus. 68 Prozent der Unternehmen haben mehr als 150 Beschäftigte, was eine Steigerung von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt 550 Personen und damit 47 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Im Betrachtungszeitraum wurden überproportional viele Kaufleute eingestellt, so die Studie.
Der Neue Markt erweise sich als Beschäftigungsmotor, so die Studienautoren. Betrachtet man die sechs Monate nach dem Börsengang, übersteigen die Wachstumsraten der Beschäftigung nach einem IPO diejenigen vor dem IPO um 47 Prozent. Im Zwölf-Monats-Zeitraum liegt die Beschäftigungswachstumsrate bei 49 Prozent im Vor-nach-IPO-Vergleich.
Die Studie zeige, dass die überwiegende Zahl der Unternehmen des Neuen Marktes unabhängig von der Kursentwicklung eine gute Entwicklung genommen haben. Die Unternehmen würden ihre wirtschaftliche Zukunft grundsätzlich positiv bewerten und Arbeitsplätze schaffen, erläutert die Studie.



