Studie: Mehrzahl der Deutschen geht noch per Modem online
Nach wie vor nutzen die meisten deutschen Surfer das Internet von zu Hause aus. Im 2. Quartal 2001 hatten 19,5 Millionen Personen einen Online-Zugang zum Internet von zu Hause aus. 10,5 Millionen hatten Zugang zu den Online-Medien am Arbeitsplatz. Zwar nahm die Zahl derjenigen, die am Arbeitsplatz Zugang zum Netz haben, im ersten Quartal leicht zu, die Anzahl derer, die das Internet im Büro aktiv nutzten, nahm hingegen ab. Erstaunlich ist, dass 40 Prozent derer, die einen Online-Zugang im Büro haben, diesen mit mindestens drei anderen Personen teilen müssen.
Hinsichtlich der Zugangstechnologie unterscheidet sich der deutsche Markt deutlich von anderen europäischen Märkten: Zwar loggen sich 46,6 Prozent noch über ein Standardmodem ein, die beliebteste Alternative bilden mit 40,6 Prozent jedoch bereits Verbindungen via ISDN. Nur ein geringer Anteil von 4,6 Prozent geht per DSL/Kabelmodem online. Die somit oft niedrigen Verbindungsgeschwindigkeiten sollte auch jeder Webdesigner vor Augen haben, der Angebote für ein Massenpublikum entwickelt.
Im Vergleich mit anderen Märkten sind die Deutschen sehr gut über ihre Internettechnologien informiert, was am relativ geringen Anteil der Personen abgelesen werden kann (3,6 Prozent), die nicht wissen, über welche Verbindung sie verfügen. In Deutschland besitzen 51 Prozent aller Personen (älter als zwei Jahre) ein Handy.
Aber noch immer gehören viele Handy-Besitzer älteren Zielgruppen an, wobei bei Kindern und Teenagern in den ersten beiden Quartalen 2001 der höchste Zuwachs zu verzeichnen war. Trotz dieses hohen Marktpotenzials ist die Nutzung des Internets via Handy relativ gering. 23,9 Prozent der Befragten geben an, dass sie über ihr Handy online gehen können, aber nur 6,2 Prozent taten es in den letzten 30 Tagen tatsächlich. Diese 6,2 Prozent sind in erster Linie Nutzer im Alter zwischen 12 und 17 Jahren sowie zwischen 25 und 34 Jahren.
Auch mittels PDAs gehen bisher nur wenige Deutsche ins Netz. Lediglich 1,2 Prozent haben einen Online-Zugang via PDA, 0,4 Prozent via TV und 4,0 Prozent via Spielekonsolen oder anderen Geräten.
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