IFA: Hitachi zeigt Web-Pad mit Linux und Transmeta-CPU
Ein mit 400 MHz getakteter Crusoe-Prozessor von Transmeta treibt das Web-Pad Flora-ie 55mi an und soll so für einen geringen Stromverbrauch sorgen. Immerhin kann Hitachi so auf einen CPU-Lüfter im Gerät verzichten. Als Linux-System kommt Midori Linux von Transmeta zum Einsatz, das als Browser Netscape 4.76 und als E-Mail-Client Sylpheed enthält. 64 MByte Speicher stehen dem System zur Verfügung. Das Aufrufen von Webseiten funktionierte auf dem Messegerät bereits, während die E-Mail-Funktionen noch nicht implementiert waren.
Die Informationen werden auf einem gut lesbaren, hintergrundbeleuchteten 10,4-Zoll-TFT-Touchscreen angezeigt, das eine Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten bei 65.536 Farben liefert. Der Internet-Zugang geschieht über ein eingebautes WLAN-Modul oder wahlweise über ein integriertes Modem. Ein Lithium-Ionen-Akku soll das Gerät bis zu acht Stunden mit Strom versorgen und nach zwei Stunden wieder aufgeladen sein. Mit Akku wiegt das Web-Pad 1,25 kg und liegt gut in der Hand. An Anschlüssen stehen neben zwei USB-Ports auch ein PCMCIA-Slot, ein Ethernet-Port sowie Kopfhörer- und Mikrofon-Anschlüsse bereit.
Die Steuerung geschieht über den Touchscreen entweder mit einem passenden Stift oder aber mit der Hand, was möglich ist, weil die meisten Knöpfe recht groß sind. Mit einer einblendbaren, virtuellen Tastatur lassen sich Textpassagen eingeben. Dabei kann die Tastatur auch so skaliert werden, dass man darauf im Zehnfingersystem schreiben kann – natürlich ohne jeglichen Druckpunkt. Internet- und E-Mail-Tasten starten die passenden Applikationen; ein weiterer Knopf kann mit einer beliebigen Anwendung belegt werden. Als alternative Bedienmethode bietet das Web-Pad zudem eine Art Navigationsknopf zur Steuerung eines Mauszeigers.
Hitachi will das Web-Pad Flora-ie 55mi im März nächsten Jahres auf den deutschen Markt bringen. Einen Preis konnte Hitachi auch auf Nachfrage noch nicht nennen. Zunächst will man das Gerät für den Einsatz im Unternehmensbereich anbieten und vielleicht später auch mit einer Endkunden-Version nachziehen.
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