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Aktionärsgemeinschaft will Metabox vor Insolvenz bewahren

Rettungsaktion per Sanierungskredit geplant

Mit einer Rettungsaktion versucht die "Aktionärsgemeinschaft Metabox" die angeschlagene Metabox AG vor der Insolvenz zu bewahren. Nachdem eine Berliner Investorengruppe ihren Zahlungsverpflichtungen aus der Ausgabe neuer Aktien nicht nachkam (sie hätte bis zum 3. August 1 Million Euro überweisen müssen), erging am Mittwoch, den 22. August 2001, die Anfrage des Unternehmens an die Aktionärsgemeinschaft, einen Sanierungskredit in gleicher Höhe kurzfristig zur Verfügung zu stellen, teilte diese mit.

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Ohne diese Finanzspritze, die der Überbrückung der Geschäftstätigkeit bis zur Hauptversammlung dienen soll, sei bereits in den nächsten Tagen die Eröffnung der Insolvenz über das Vermögen der Metabox AG wahrscheinlich. Um die Sanierungschancen des Unternehmens abklären und bewerten zu können, befindet sich seit Freitag eine Delegation der Aktionärsgemeinschaft am Unternehmenssitz in Hildesheim, die eine Überprüfung der Metabox AG vornimmt. Dazu stellte man fest, dass das Management aus Sicht der Aktionärsgemeinschaft weitgehend versagt habe und wesentliche Teile des zur Verfügung stehenden Kapitals fehlinvestiert wurden.

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Am Freitag, den 24. August 2001, wurden Gespräche mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Michael Graaff, den Vorständen Stefan Domeyer und Michael Heckeroth sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Siegfried Fleischer geführt, teilte die Aktionärsgemeinschaft mit.

Im Rahmen der Neustrukturierung der Metabox AG zeigen die verantwortlichen Vorstände nach Angaben der Aktionärsgemeinschaft ihre Bereitschaft, die Sanierung zu unterstützen, ggf. auch durch Rücktritt. Die Aktionärsgemeinschaft vermeldete weiterhin, dass die bislang gemeldeten Verträge existieren, müssten jedoch nachgebessert und konkretisiert werden. Innerhalb von zwölf Wochen soll jetzt eine Basisversion der "Phoenix-Box" produktionsreif gemacht werden. Mit dem Beginn der Auslieferung sei in fünf Monaten zu rechnen.

Grundlage der Gespräche war das Angebot von Insolvenzverwalter Graaff, für den Sanierungskredit geeignete Sicherheiten zu stellen, aus denen der Kredit im Fall eines Scheiterns der Sanierungsbemühungen zu bedienen wäre. In Frage kommen würden z.B. im Eigentum der Metabox AG befindliche Filmrechte. Aber auch die Forderungen gegen die Berliner Investorengruppe wegen der nicht erfüllten Investitionszusage würden eine weitere Absicherung darstellen.

Bis zur Hauptversammlung, die vermutlich im Oktober stattfinden wird, soll ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet werden. Dieses würde eine weitere Mittelzufuhr in Höhe von ca. 15 Millionen DM erfordern, die durch geeignete Kapitalmaßnahmen bereitgestellt werden müsste, teilte die Aktionärsgemeinschaft mit.



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