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Lintec mit spezieller Computer-Produktpalette für Senioren

Rechnerfamilie mit umfangreichem Service- und Ausstattungspaket

Der sächsische Computerhersteller Lintec hat einen speziell für die Belange von Senioren zugeschnittenen Rechner vorgestellt. Im Mittelpunkt der Möglichkeiten des Lintec Senior genannten Rechnerkonzepts sollen praktische Anwendungen stehen, die sich auf die spezifischen Interessen der avisierten Gruppe konzentrieren.

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Die Zielgruppe ist groß, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland rund 27 Millionen Menschen in der Altersklasse gibt, für die die Lintec Computer AG dieses System entwickelt hat. Da der Ausstattungsgrad dieser Gruppe mit Computern und Internetzugang aktuell bei erst 7 Prozent liegt, sieht Lintec hier für die Zukunft ein weites Betätigungsfeld.

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Der Lintec Senior ist als ein Gemeinschaftsprojekt der Lintec Computer AG mit dem Verein Senioren in der Wissensgesellschaft (VSiW e.V.) und der Gesellschaft für Wissenschaft und Marketing (GEWIMA) der Universität Leipzig entstanden. Unterstützt wurde das Entwicklungsprojekt vom Freistaat Sachsen mit einem nichtrückzahlbaren Zuschuß.

Während der Entwicklungsphase wurde die Akzeptanz der Zwischenergebnisse bei Senioren, bei Ärzten, Kommunikationswissenschaftlern und weiteren Partnern aus der Wirtschaft und Hochschulen hinterfragt und getestet. Besonders wichtig war Lintec dabei auch die enge Zusammenarbeit mit Seniorenverbänden und -clubs, insbesondere dem Senioren Internetclub Leipzig.

Die eigentliche Hardware steckt in einem CD-Player-ähnlichen Gehäuse mit Display und Tastensteuerung am Gerät. Zum Verkaufsstart stehen sechs Varianten bereit. Die Spitzenversion verfügt über einen Intel Pentium III mit 1 GHz, eine flüssigkeitsgelagerte 40-GB-Festplatte, ein DVD-Laufwerk mit integriertem CD/RW- Brenner sowie eine ISDN-Karte und Netzwerkanschluss für DSL. Alle Versionen werden mit Funktastatur und -maus ausgeliefert; als Monitor kann ein handelsüblicher 100-Hz-Fernseher dienen; empfohlen wird freilich ein moderner Flachbildschirm oder ein Monitor.

Kernpunkt der Software ist eine in Kooperation mit der Universität Leipzig entwickelte, ergonomische Bedieneroberfläche, die über eine anwendungsorientierte Menüführung mit großen, leicht verständlichen Symbolen verfügt. Eine ganze Reihe von Lern- und Bedienhilfen, darunter eine Lupe, ein eigenes Textfenster mit kurzen Erläuterungen vor jedem Mausklick, eine Anzeige der Onlinezeit, in Lektionen gegliederte Lernfilme und vieles anderes sollen dem Einstieg und den dauerhaften Betrieb erleichtern.

Lintec Senior PCs werden ausschließlich über zertifizierte Fachhändler und Bildungseinrichtungen vertrieben. Für eine zielgruppengerechte Ansprache sollen auch so genannte Computer-Erlebniswelten sorgen, wo computerunkundige Senioren in einer wohnzimmerähnlichen Atmosphäre behutsam an die Welt des Internets herangeführt werden. Die erste derartige Einrichtung wird parallel zum Produktionsstart am 23. August 2001 in der Leipziger Kreuzstraße 12 eröffnet. Interessiert sich der Computereinsteiger nach dem Besuch eines derartigen Schauraums für die Thematik, kann er wahlweise gleich einen Einsteigerkurs bei der benachbarten Bildungseinrichtung belegen. Kauft er letztlich ein Gerät, ist im Preis die Anlieferung, Installation und ausführliche Einweisung inbegriffen.

Ebenfalls bei Auslieferung soll der Lintec Senior auf die Interessen und den Wohnort des Anwenders regionalisiert und individualisiert werden, d.h. aus einer Datenbank werden nach Ausfüllen eines kleines Formulars am Bildschirm automatisch die "passenden" Links generiert und auf der Bedienoberfläche hinterlegt.

Neben einer speziell geschulten Technik-Hotline stehen dem Käufer der Fachhändler und ein vertraglich gebundener Seniorenberater zur Seite. Die Berater sind Senioren, die ihr selbst erworbenes Fachwissen an andere weitergeben wollen. Nach einer Einführungsphase, bei der zunächst im Wesentlichen Lern- und Demogeräte für die zertifizierten Fachhändler und Bildungseinrichtungen bereitgestellt und noch Detailverbesserungen vorgenommen werden, sollen die ersten Geräte im Laufe des Septembers an Endkunden ausgeliefert werden. Die Preise für die Geräte liegen, je nach Ausstattung und Zusatzgeräten, zwischen 2.500 und 5.000 DM. Zum Verkaufsstart liegen nach Angaben des Herstellers bereits mehrere hundert Bestellungen vor; für das Jahr 2002 erwartet Lintec Absatzzahlen zwischen 30.000 und 50.000 Geräten.



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