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Steigen Kabelgebühren durch neue Multimedia-Angebote?

Magazin: TV-Kabelnetz wird zur Kostenfalle. Das TV-Kabel wird demnächst mehr Service bieten, dafür aber auch deutlich teurer, berichtet das Düsseldorfer Wirtschaftsmagazin DM. Wie eine Forsa-Umfrage für das Wirtschaftsmagazin DM belegt, haben die Kabelanbieter die Rechnung jedoch möglicherweise ohne ihre Kunden gemacht.
/ Andreas Donath
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Nur etwa jeder achte Kabelkunde (12 Prozent der Befragten) ist bereit, für neue Zusatzdienste extra zu zahlen. Allerdings wollen über zwei Drittel davon für zusätzlichen Nutzen monatlich bis zu 50 Mark mehr ausgeben. Die übrigen Kunden akzeptieren auch Beträge über 50 DM. Zum Vergleich: Heute zahlen die Besitzer eines TV-Kabelanschlusses im bundesweiten Schnitt etwa 25 DM pro Monat.

Der Grund für die Preiserhöhung: Das ehemals staatliche TV-Kabelnetz wechselt den Eigentümer, zustimmen muss nur noch das Kartellamt in Berlin. Für zehn Milliarden DM verkaufte die Deutsche Telekom die letzten sechs regionalen TV-Kabelnetze an den Liberty-Media-Chef John Malone aus Denver. Die neuen Eigentümer aus den USA und Großbritannien wollen aus dem einfachen Produktversprechen, dass das TV-Kabel liefert, eine schnelle Multimedia-Pipeline machen. Damit können sie das Angebot um Videos auf Abruf, einen Onlineanschluss und Telefonieren via Kabel erweitern.

Das Investitionsvorhaben beziffert Liberty-Media-Sprecherin Julie Gleichmann gegenüber DM auf 500 Millionen bis zu einer Milliarde Euro. Auf Grund der Zusatzdienste und neuer Preisstrukturen werden dann die Gebühren laut DM kräftig steigen.


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