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Digital Radio Mondiale: Mittelwellenradio digital

Rauschfreies Radio auf allen Frequenzen dank digitaler Signalübermittlung

Der AM-Rundfunk auf Kurz-, Mittel- und Langwelle kämft auf Grund seiner Technik seit jeher systembedingt mit Störgeräuschen, die sich mit Rauschen, Prasseln und Knacken bemerkbar machen. Ein neues digitales Rundfunksystem namens Digital Radio Mondiale (DRM) soll bald auch für diese Frequenzbereiche Radio in fast störungsfreier Qualität liefern. Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin präsentiert das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ein Live-Programm auf einem PC-basierten Empfangsgerät für DRM.

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"Problem bei Lang-, Mittel- und Kurzwelle sind die extrem einfache Amplitudenmodulation und damit die vielfältigen Störungen auf dem Übertragungsweg", erklärte Dipl.-Ing. Albert Heuberger vom IIS. "Das verursacht Knacksen, Prasseln, Rauschen oder Signallöcher und ist kein Spaß für den Zuhörer." Allerdings kann man auf diesen Frequenzbändern mit wenigen Sendern sehr große Gebiete versorgen. Das macht sie auch weiterhin interessant.

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DRM, an dessen Entwicklung immerhin 60 Partner aus aller Welt beteiligt waren, soll den Störungen ein Ende bereiten, indem die Tondaten mit Advanced Audio Coding mit Bandbreitenerweiterung, einem Nachfolger von MP3, komprimiert werden. DRM sendet maximal mit 24 kbit pro Sekunde. DRM passt sich in das Frequenzraster des bestehenden analogen Rundfunks ein und soll so eine langwierige Frequenzkoordination weitgehend überflüssig machen. Die Rundfunkbetreiber könnten dabei ihre Sender sukzessive auf die digitale Technik umrüsten.

Auf dem Messestand wird eine komplette Encoder-Decoder-Kette vorgestellt, also der komplette Weg der Musik- oder Sprachdaten vom Sender zum Hörer. Der DRM-Empfänger auf PC-Basis ist nach Angaben des Instituts einer der wenigen Demonstratoren, die derzeit im Einsatz sind.

"Erste Radios sollen 2003 in die Läden kommen", führte IIS-Entwickler Heuberger aus. Zudem lassen sich bei DRM neben dem Musikprogramm multimediale Zusatzdaten übertragen, etwa aktuelle Verkehrsnachrichten oder Informationen zum Programm. Beispiele dafür zeigen die Erlanger Forscher gemeinsam mit der Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt.



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