Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Scharfe Kritik an Richard M. Stallman aus eigenen Reihen

glibc-Koordinator wirft Stallman Versuch einer feindlichen Übernahme vor. Ungewohnt scharfe Kritik äußerte jetzt Ulrich Drepper, Koordinator der Entwicklung der C-Bibliothek glibc, an Richard M. Stallman (RMS), dem Gründer der Free Software Foundation und GNU-Entwickler. Stallman habe versucht, die Kontrolle über die glibc durch eine feindliche Übernahme an sich zu reißen. Die glibc ist neben dem Kernel der wichtigste Bestandteil eines Betriebssystems. Ungewöhnlich ist dabei auch der Ort der Kritik, denn Drepper nutzt die Release-Notes der glibc 2.2.4.
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Obwohl dieser Versuch gescheitert sei, habe RMS weiterhin Druck ausgeübt, was letztendlich zur Einsetzung eines so genannten "Steering Committee" geführt hat. Im Gegensatz zu den Steering Committees anderer Projekte könne das glibc-SC aber keine Entscheidung treffen, womit sich eigentlich nichts geändert habe, so Depper. Allerdings habe Stallman damit seinen Kopf durchgesetzt und "hält jetzt hoffentlich für immer die Klappe" .

"Die Moral von der Geschichte ist, dass die Leute hoffentlich erkennen, was ein Kontroll-Freak und ein wütender durchgeknallter Stallman ist. Traut ihm nicht. Sobald etwas nicht nach seiner Nase geht, tritt er Euch in die Hacken. Stellt daher NIEMALS ein Projekt freiwillig unter das Dach von GNU, denn das bedeutet, dass Stallman seiner Meinung nach das Recht hat, für das Projekt zu entscheiden."

Sollte eine ähnliche Situation nochmals vorkommen, so Drepper, werde er sich aus der glibc-Entwicklung zurückziehen, es gebe auch viele andere interessante Sachen. "Ich werde immer in der Lage sein, mein eigenes System zu fixen (und, wenn es die Firma, für die ich arbeite, will, ihre Systeme)" .


Relevante Themen