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ICC will Heimvernetzung einfacher machen

Modulares System soll Modem, Router und Set-Top-Box integrieren. Die gerade erst gegründete GW-Instruments-Tochter ICC will Heimvernetzung auch für Laien einfach machen: Ihr in Entwicklung befindliches System aus Netzwerk-Boxen, die per Fast-Ethernet (100 MBit) miteinander vernetzt und in jedem Raum per Unter- oder Aufputz-Montage platziert werden, soll einfach erweitert und somit an neue Gegebenheiten angepasst werden können.
/ Christian Klaß
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Die laut ICC günstigen Netzwerk-Boxen sollen zwischen zwei und acht proprietäre Erweiterungsschächte besitzen. Eine Basis-Ausstattung der Zentral-Komponente könnte beispielsweise ein DSL- oder Kabel-Modem und Netzwerk-Module für heimische Desktop-Rechner umfassen, um diese ins Internet zu bringen. Später könnten beispielsweise Module nachgerüstet werden, die als zentraler Netzwerkspeicher oder digitaler Festplatten-Videorekorder dienen, während ein anderes nachgerüstetes Modul per Datenfunk (802.11 Wireless-LAN-Standard) mit kabellosen Geräten im Haus kommuniziert. Dabei sollen alle Komponenten auch von Laien eingesteckt werden können, da sie automatisch erkannt und ins Heimnetz eingebunden werden.

ICC entwickelt gerade 25 verschiedene Module, um aus einer Hand ein breites Angebot an Auswahlmöglichkeiten bieten zu können. Die Module innerhalb einer Netzwerk-Box sollen untereinander über 16 interne 125-MBit-Datenleitungen verbunden sein. Ein Prozessor und ein spezieller ASIC (Application Specific IC) regeln dabei die Kommunikation. Auch für andere Hersteller will ICC das System attraktiv machen, indem die Schnittstellenspezifikation offen gelegt werden soll und diese nach Belieben eigene Software- und Hardware-Erweiterungsmöglichkeiten dafür anbieten können. Zudem sollen die von ICC entwickelten Module nachgebaut werden können.

ICC sieht in der eigenen Technologie eine wesentlich einfachere und flexiblere Möglichkeit der Heimvernetzung als es mit für Laien oft zu komplexen regulären Routern, Switches und sonstiger Netzwerk-Ausstattung möglich ist. Einmal installiert soll das System mehr Möglichkeiten zur Anpassung an steigende Bedürfnisse bieten. Der Hersteller hofft damit einen weltweiten Standard für die Heim- und Büro-Vernetzung zu schaffen.

Kommentar:
Preise für Netzwerk-Boxen und Erweiterungsmodule hat ICC noch nicht genannt, sie sollen jedoch vergleichsweise günstig sein. Auch wurde noch kein Zeitrahmen genannt, ab wann das proprietäre Heimvernetzungs-System marktreif sein wird. Hauptgrund dafür dürfte sein, dass ICC mehr Kapital braucht, um die Entwicklung voranzutreiben – Investoren werden bereits gesucht. Obwohl sich das Heimvernetzungs-System durchaus interessant anhört, ist es damit im Moment nur eine nette Idee. Allerdings könnte sie auf Grund der freien Nutzbarkeit für Dritthersteller doch eine Chance haben, wenn sie es in absehbarer Zeit bis zur Marktreife schafft.


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