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Infineon trennt sich von Optoelektronik-Firma

Osram Opto Semiconductors geht an Osram

Die Osram GmbH übernimmt für 565 Millionen Euro von der Infineon Technologies AG sämtliche Anteile an dem gemeinsamen Joint Venture Osram Opto Semiconductors GmbH & Co. OHG. Osram will durch die Akquisition seine Position in dem Markt für Optohalbleiter verstärken, während Infineon seine Ressourcen künftig stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren möchte. Die Transaktion erfolgt mit sofortiger Wirkung.

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Mit der Übernahme der Infineon-Anteile von 49 Prozent wird Osram Opto Semiconductors eine hundertprozentige Tochter von Osram. Im Geschäftsjahr 2000 erwirtschaftete Osram Opto Semiconductors mit weltweit etwa 3.600 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von 281 Millionen Euro. Für die Kunden im optoelektronischen Geschäft ergeben sich nach Unternehmensangaben dadurch keine Änderungen.

"Der Verkauf unserer Anteile an Osram Opto Semiconductors ist ein weiterer großer Schritt zur Portfoliooptimierung", erklärte Dr. Ulrich Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. "Dieses Desinvestment wie auch der Verkauf unseres Infrarot-Geschäftes erlauben uns die verstärkte Konzentration auf unsere Kommunikationssegmente, wie z.B. Lokal- und Weitverkehrsnetze und Netzzugang innerhalb des Bereiches Drahtlose Kommunikation."

Dr. Wolf-Dieter Bopst, Vorsitzender der Geschäftsführung von Osram: "Die Übernahme der Anteile ist ein Meilenstein im Rahmen unserer Innovationsstrategie: Osram entwickelt sich von einem klassischen Glühlampenhersteller mehr und mehr zu einem Hightech-Unternehmen. Dazu gehört auch der konsequente Ausbau des Geschäfts mit Halbleiterlichtquellen. Mit dieser Zukunftstechnologie bewegen wir uns in einem dynamischen Markt, der jährlich um 20 Prozent wächst."

Im Januar 1999 gründeten Infineon (damals Siemens Halbleiter) und Osram das Joint Venture Osram Opto Semiconductors. Bisher waren Osram mit 51 Prozent und Infineon mit 49 Prozent beteiligt. Das Unternehmen bietet seinen Kunden optoelektronische Halbleiter und nimmt heute im Weltmarkt nach eigenen Angaben Platz zwei ein. Bekanntestes Produkt sind die nur wenige Zehntel-Millimeter großen Leuchtdioden (LED). Sie werden in Autos, Handys, Straßen- und Schienensignalen sowie in der Beleuchtung eingesetzt und haben gegenüber Glühlampen Vorteile wie geringeren Platzbedarf, niedrigeren Stromverbrauch, höhere Stoßfestigkeit und eine Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden.

Osram Opto Semiconductors verfügt über Standorte in Regensburg, San José (USA) und Penang (Malaysia). Die Produktion wird zurzeit stark ausgebaut: Im Juni wurde in Regensburg der Grundstein für eine neue Chip-Fabrik gelegt, die Ende 2002 in Betrieb gehen soll. Die Kapazitäten für die LED-Endmontage in Malaysia wurden im laufenden Geschäftsjahr verdoppelt. Dort entsteht auch eine Fertigung für organische Leuchtdioden (OLED), die im kommenden Geschäftsjahr zu ersten Umsätzen führen wird.


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