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"Final Fantasy - Die Mächte in Dir" - Vom Spiel zum Film

Erster Kinofilm der Final-Fantasy-Macher bietet eindrucksvolle Computergrafik. Mit Final Fantasy erschufen Hironobu Sakaguchi und sein Team von Square Software eine der erfolgreichsten Spielserien, deren zehnter Teil gerade Japan im Sturm erobert hat. In Deutschland versucht Sakaguchi Final-Fantasy-Fans ab dem 23. August zunächst mit einem Kinofilm zu begeistern – dieser entstand im Computer und seine lebensecht wirkenden Hauptdarsteller bestehen aus Polygonen anstatt aus Fleisch und Blut.
/ Christian Klaß
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Wie von einem Final-Fantasy-Titel gewohnt, verbindet auch "Final Fantasy – Die Mächte in Dir" Science Fiction mit Fantasy- und Mystery-Elementen, während die Geschichte eigenständig ist. Die Hauptperson im Film ist die Wissenschaftlerin und Ärztin Aki Ross, die mit Hilfe ihres Mentors Dr. Sid und einer militärischen Eliteeinheit versucht, Menschheit und Erde vor der endgültigen Zerstörung durch Invasoren aus dem All zu schützen.

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Das gleiche Ziel verfolgt der verbitterte General Hein, der allerdings Aki und Dr. Sid auf Grund ihrer unorthodoxen, esoterisch anmutenden Rettungsmethode für Verräter und gefährliche Wirrköpfe hält. Hein setzt hingegen – wie von selbstüberzeugten Generälen nicht anders zu erwarten – auf schiere Gewalt in Form einer orbitalen Riesenkanone und macht sich mit allen Mitteln für dessen Einsatz gegen das krebsgeschwürartig wuchernde Alien-Nest stark. Dass dies jedoch fatale Folgen eines Einsatzes der Kanone auf das riesige Alien-Nest und insbesondere die sowieso schon durch Verwüstungen arg gebeutelte Erde hat, ahnt nur Dr. Sid. Doch seine Warnungen werden ignoriert; schlimmer noch: Hein will das Team um Aki Ross am liebsten beseitigt wissen. Es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod der gesamten Erde, bei dem weder Hein noch Aliens sonderlich zimperlich gegen die Helden vorgehen.

Die Produktion des ca. 90 Minuten langen, effektvollen Computergrafik-Films hat inkl. Vorproduktion fast vier Jahre gedauert. Rund 200 Grafiker und Programmierer aus Tokio, Hollywood und Europa haben daran mitgewirkt, die virtuellen Schauspieler auf SGI-Workstations so lebendig wie möglich zu gestalten – was größtenteils gelungen ist, nur ab und an wirken die Bewegungen ruckhaft bzw. hölzern. Der aufwendigste Teil der Berechnungen sollen dabei Akis Haare gewesen sein: Ihr Haarschopf besteht aus 60.000 Haaren, für deren realistische Simulation Squares Programmierer eine Extra-Software entwickeln mussten.

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So ganz ohne schauspielerischen Einsatz von echten Menschen ging es bei der Produktion übrigens nicht zu: Die Bewegungen der virtuellen Hauptdarsteller stammen von echten Schauspielern und Stuntmen, sie wurden per Motion Capturing aufgenommen. Die Stimmen wurden in der US-Version von Schauspielern wie Alec Baldwin, Donald Sutherland, James Woods und Steve Buscemi gesprochen, in der deutschen Version kommen deren gewohnte Synchronsprecher zum Einsatz.

Die Filmmusik stammt übrigens von Elliot Goldenthal, der bereits "Interview mit einem Vampir", "Batman Forever", "Alien 3" und "Sphere" musikalisch vertonte.

Kommentar:
Trotz der wirklich beeindruckenden Computergrafik, die alles bisher da Gewesene übertrifft, insbesondere was die virtuellen Schauspieler angeht, kann "Final Fantasy – Die Mächte in Dir" nicht wirklich mitreißen. Sakaguchi hätte gut daran getan, der Story ein paar mehr innovative Ideen zu verpassen und anstatt dessen einige Klischees wegzulassen, wie z.B. den heldenhaften schwarzen Hünen, der bis zuletzt kämpft und dem Tod unerschrocken ins Auge blickt. So gelingt es der Geschichte und den darin vorkommenden virtuellen Personen nicht, den Zuschauer wirklich zu vereinnahmen – man bleibt distanzierter Beobachter eines durchschnittlichen Science-Fiction-Films, selbst wenn dieser mit genialen Effekten aufwartet. Dennoch sind eben diese Effekte bzw. Computergrafiken es wert, gesehen zu werden.

Gewinnspiel:
Für unsere Leser hat der Filmverleih Columbia Tristar zwei Fan-Pakete zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Diese bestehen aus je zwei Freikarten für den Film (bundesweit in jedem Kino einzulösen), dem Soundtrack, einem Rucksack, einer limitierten Taschenuhr und einer Wasserpistole im Final-Fantasy-Design. Zur Teilnahme am Gewinnspiel bitte bis zum 20. August 2001 eine E-Mail an

gewinnspiel@golem.de

senden. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.


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