Telekom-Chef Ron Sommer kritisiert die Deutsche Bank massiv
Die Deutsche Bank hatte am Dienstag ein Paket von rund 44 Millionen T-Aktien einen Tag nach einer Kaufempfehlung der eigenen Analyse-Abteilung im Auftrag von einem bislang nicht bekannten Kunden auf den Markt gebracht. Die Aktie begab sich daraufhin in einen spektakulären Sturzflug mit Spitzenverlusten von rund 20 Prozent und erreichte am Ende der Woche ein Drei-Jahres-Tief.
Das Vertrauen der Kleinanleger sei durch das Geldinstitiut "massiv erschüttert worden." Die Deutsche Bank müsse nun "alles tun, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen", so Sommer.
Sommer kritisierte, dass die Telekom im Vorfeld der gewaltigen Transaktion nicht einmal unterrichtet worden sei. Sommer forderte von Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer eine genaue interne Überprüfung der Vorgänge. Für den Fall von Unregelmäßigkeiten müsse die Bank "Konsequenzen daraus ziehen."
Gleichzeitig kündigte der Telekom-Chef an, dass sein Unternehmen die Transaktion auch selber "juristisch überprüfen" lasse. Immerhin sei bei der Deutschen Telekom bzw. bei ihren Aktionären in nur wenigen Tagen ein Wert von fast 40 Milliarden Mark vernichtet worden. Große Finanzinstitute, so Sommer, haben eine Verantwortung gegenüber den Unternehmen und gegenüber dem Markt. Ist diese missachtet worden, "hat das sicherlich Auswirkungen auf unsere zukünftige Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank."
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