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Microsoft verärgert mit neuer Lizenzpolitik den Bund

Allein in Bayern könnten Mehrkosten in Millionenhöhe entstehen. Die von Microsoft geplante Neuregelung der Unternehmenslizenzverträge hat bei Bund und Ländern zu einem Sturm der Entrüstung geführt. Wie die Fachzeitschrift Computerwoche in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, könnte die Änderung von Microsofts Lizenzpolitik allein im Freistaat Bayern zu Mehrkosten in Millionenhöhe führen.
/ Jens Ihlenfeld
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In den Dienststellen des Freistaats und der Kommunen arbeiten nach Angaben des zuständigen Referats Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) des Staatsministeriums rund 150.000 PCs unter einer Windows-Version mit Microsofts Office-Suite. Bisher nutzten die Bayern unter Auslassung mindestens einer aktuellen Variante die bei Microsoft geltende Vertragsoption "Versions-Upgrade", bei der Kunden für einen Bruchteil der regulären Lizenzkosten auf das aktuelle Release von Windows oder Office wechseln konnten.

In der ursprünglich von Microsoft geplanten Änderung der Lizenzpolitik wäre diese Vereinbarung durch Alternativ-Modelle wie einen Wartungsvertrag oder ein Mietangebot ersetzt worden, von der nur Unternehmen, die stets auf die neue Variante umsteigen, hätten profitieren können. Für Bayern dagegen hätte die Änderung eine Steigerung der Lizenzkosten um 130 Prozent bedeutet, da sie einen Vertrag mit regelmäßigen Upgrades, ohne Auslassung von Versionen, hätten abschließen müssen.

Nachdem Bund, Länder und Gemeinden nun Widerstand gegen die geänderte Lizenzpolitik des Software-Giganten angekündigt hatten, verhandelt das Bundesinnenministerium einen neuen Rahmenvertrag mit Microsoft. So sehe ein Kompromissvorschlag des Herstellers vor, dass die Änderungen erst zum 1. März 2002 in Kraft treten werde, berichtet das Blatt. Zudem solle bis zum 31. Mai 2004 eine Sonderregelung gelten, die nur zur geringfügig höheren Lizenzgebühren führt.


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