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Western Digital: Geringer Gewinn im Festplattengeschäft

Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal und das Gesamtjahr. Western Digital hat für das vierte Geschäftsquartal einen Umsatz von 456 Millionen US-Dollar und einen Nettoverlust (ohne Berücksichtigung außerordentlicher Aufwendungen) von 9 Millionen US-Dollar bzw. 0,05 US-Dollar pro Aktie gemeldet. Das Ergebnis beinhaltet einen operativen Gewinn von ca. 2,8 Millionen US-Dollar und 5,3 Millionen ausgelieferten Einheiten der Festplatten-Division. Unter Berücksichtigung außerordentlicher Aufwendungen in Höhe von 52,2 Millionen US-Dollar liegt der Nettoverlust des vierten Geschäftsquartals bei insgesamt 61,2 Millionen oder 0,34 US-Dollar pro Aktie.
/ Andreas Donath
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Die außerordentlichen Aufwendungen des vierten Geschäftsquartals wurden durch Anpassungen der Buchwerte von Kapitalinvestitionen und Forderungen an Komag Inc., sowie die aufgelaufenen Komag-Kontingentverbindlichkeiten verursacht, die ursprünglich durch den Verkauf des Disk Media Business von Western Digital an Komag im April 1999 entstanden sind. Die Entscheidung, diese Aufwendungen zu bilanzieren, wurde auf Grund der kürzlich erfolgten Ankündigung von Komag getroffen, in der das Unternehmen bekannt gab, dass es seine vorrangigen Verbindlichkeiten bzw. seine Zinsen auf die Wandelschuldverschreibungen (fällig zum 30. Juni bzw. 15. Juli 2001) nicht gezahlt habe.

Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte Western Digital einen Umsatz von 473,9 Millionen US-Dollar und einen Nettoverlust (ohne Berücksichtigung außerordentlicher Aufwendungen) von 26,3 Millionen oder 0,19 US-Dollar pro Aktie gemeldet. Unter Berücksichtigung außerordentlicher Erträge durch Steuern und Anpassungen der Rückstellungen in Höhe von 30,5 Millionen US-Dollar meldete das Unternehmen einen Nettogewinn von 4,2 Millionen US-Dollar oder 0,03 US-Dollar pro Aktie.

Matt Massengill, President und Chief Executive Officer von Western Digital, kommentierte: "Mit unserem flexiblen Produktionsmodell sind wir gut positioniert für den aktuellen PC-Markt und können schnell auf einen möglichen Aufschwung reagieren. Die Aussichten für ein schrittweises Wachstum in den neuen Personal-Storage-Segmenten, z.B. für Video-Game-Systeme und digitale Video-Rekorder, sind gut. In diesem Quartal werden wir mit der Volumenproduktion von WD-Festplatten für das neue Xbox-Video-Game-System von Microsoft beginnen."

Im Geschäftsjahr 2001 erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 1,95 Milliarden US-Dollar und einen Nettoverlust (ohne Berücksichtigung außerordentlicher Aufwendungen) von 67,4 Millionen US-Dollar oder 0,40 US-Dollar pro Aktie. Unter Berücksichtigung außerordentlicher Aufwendungen und außerordentlicher Einnahmen aus Anleihetilgungen lag der Nettoverlust insgesamt für das Geschäftsjahr 2001 bei 98,9 Millionen US-Dollar oder 0,59 US-Dollar pro Aktie. Im Geschäftsjahr 2000 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 1,96 Milliarden US-Dollar und einen Nettoverlust (ohne Berücksichtigung außerordentlicher Aufwendungen) von 241,8 Millionen US-Dollar oder 1,97 US-Dollar pro Aktie. Unter Berücksichtigung außerordentlicher Aufwendungen und außerordentlicher Erträge lag der Nettoverlust insgesamt für das Geschäftsjahr 2000 bei 188,0 Millionen US-Dollar oder 1,53 US-Dollar pro Aktie.

Im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal hat Western Digital die Richtlinien des SEC Staff Accounting Bulletin No. 101 ("SAB101") übernommen. Daher wurde der Umsatz für das am 29. Juni 2001 abgelaufene Geschäftsquartal und das gesamte Geschäftsjahr um 19,5 Millionen US-Dollar bzw. 13,1 Millionen US-Dollar erhöht. Dementsprechend reduzierte sich der Verlust für das am 29. Juni 2001 abgelaufene Geschäftsquartal um 2,5 Millionen US-Dollar bzw. 0,01 US-Dollar pro Aktie. Für das gesamte Geschäftsjahr reduzierte sich der Verlust um 1,1 Millionen US-Dollar bzw. 0,01 US-Dollar pro Aktie. Mit den vorgenommenen Anpassungen wurden die SAB101-Vorgaben im aktuellen Quartal implementiert und die Zahlen der vorausgegangenen Quartale entsprechend angeglichen. Die Neubewertung reflektiert die Abgrenzung von Umsätzen, die zum Quartalsende mit Channel-Kunden unter bestimmten Lieferbedingungen getätigt wurden.


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