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Weltweiter Workstationmarkt geht um 15 Prozent zurück

Neue Itanium-Workstations hatten wenig Auswirkung auf Marktentwicklung. Laut einer Studie von Gartner Dataquest ist der weltweite Workstation-Markt im zweiten Quartal 2001 um 15 Prozent gesunken. Marktführer Dell konnte allerdings seine dominante Stellung weiter ausbauen.
/ Andreas Donath
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Damit war das zweite Quartal 2001 das dritte in Folge, in dem der Workstationverkauf zurückging. Obwohl die schwache US-Konjunktur daran nicht unschuldig ist, sind nach Ansicht der Analysten auch andere Gründe dafür verantwortlich.

Der Rückgang im Workstation-Geschäft basiert, nach Meinung von Pia Rieppo von Gartner Dataquest, auf einem Realitätsscheck nach Jahren ungewöhnlich hohen Wachstums, vor allem im Einstiegsbereich. Es gebe einfach keine endlose Nachfrage im Workstationbereich, so Pia Rieppo. Vielen Workstationanwender, die einfache Anwendungen betreiben, könnten mit dem Service und dem Support sowie der Skalierbarkeit der Systeme nichts anfangen und vor allem nicht von denen hochwertiger Desktopsysteme unterscheiden.

Dell führte bei einem zweistelligen Wachstum den Markt an, während IBM den zweiten Rang beim Wachstum belegte. Bei Dell waren es 14,1 Prozent Wachstum, bei IBM nur 0,4 Prozent. Alle anderen Marktteilnehmer konnten kein positives Wachstum im zweiten Quartal 2001 verbuchen. Hewlett-Packard musste einen Stückzahlenrückgang von 42,3 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres verkraften, Compaq einen Rückgang von 27,3 Prozent und Sun 17,2 Prozent.

Obwohl das Wachstum von Dell dieses Quartal das Feld anführte, müsse das Ergebnis vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass das Unternehmen in den vergangenen Quartalen ausgehend seine Wachstumsrate halbiert habe, so Rieppo.

Im zweiten Quartal 2001 wurden erstmals Itanium Workstations angeboten, doch trotz hoher Erwartungen waren die verkauften Stückzahlen belanglos, mit Ausnahme der Absätze von HP, die den Code der EPIC-Architektur des Itanium entwickelten. Die Marktzurückhaltung bei Itanium-Systemen seien vor allem auf die konservative Beschaffungspraxis der Kunden zurückzuführen, die zunächst abwarten würden, bis Software und Hardware ausgereift seien, so Rieppo.


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