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Werden Raser zukünftig digital geknipst?

Wissenschaftler entwickeln neuen "vandalismussicheren" Blitzer. Zum Leidwesen von geschwindigkeitssüchtigen Autofahrern haben die Märkische Fachhochschule (MFH) und die Firma Nemesys GmbH einen neuen volldigitalen Blitzer bzw. "Starenkasten" entwickelt: Mit Hilfe einer digitalen Kamera werden Fahrzeug und Fahrer automatisch erfasst, anschließend werden die Bilder sofort an die Auswertezentrale übermittelt.
/ Christian Klaß
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Gearbeitet wird mit einer berührungslosen optischen Geschwindigkeitsmessung, die keine Induktionsschleife mehr benötigt. Die Auswertung der Bilder erfolgt automatisch in der Leitzentrale und kann ebenfalls mit der automatischen Erstellung des Gebührenbescheides gekoppelt werden.

Der Blitzer selbst kann von der Leitzentrale bezüglich Geschwindigkeitsmessung, Ein/Ausschaltung und Aufnahmequalität zentral programmiert werden. Durch den Verzicht auf herkömmliche Fototechnik erhofft man sich so weniger Vandalismus, schließlich bringt es nichts, die Blitzer abzusägen oder zu beschädigen. Damit soll der Einsatz kostengünstiger, ressourcensparender und sicherer als das bisherige Verfahren sein.

Entwickelt wurde das Projekt von den Professoren Dr. Ulrich Kuipers und Dr. Gerhard Neugebauer vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Märkischen Fachhochschule in Zusammenarbeit mit der Nemesys GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der RWTÜV Fahrzeug GmbH.

Das Gerät liegt derzeit zwar nur als Prototyp vor, es soll die Testphase allerdings bereits erfolgreich bestanden haben. Einer Markteinführung soll somit nichts mehr im Wege stehen.


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