Intel Mobile Pentium III-M - Neuer Notebook-Prozessor
Der insgesamt 44 Millionen Transistoren umfassende und im platzsparenden Micro FCBGA- oder FCPGA-Gehäuse (35 x 35 mm) untergebrachte "Intel Mobile Pentium III Processor-M" verfügt zwar nicht über einen sonderlich einprägsamen Namen, soll dafür aber dank höheren Taktraten, 512 KB On-Chip Second-Level-Cache, besserer Cache-Verwaltung (Data Prefetch Logic) und des 133-MHz-Systembus mehr Leistung als seine mobilen Vorgänger bringen.
Zudem sollen eine erweiterte Stromspartechnologie ("Enhanced Speedstep Technology"), die den Prozessor je nach Taktrate mit 1,15 bis 1,4 Volt bei max. 2 Watt versorgt, und eine effizienterer Tiefschlaf-Modus mehr Energie sparen und längere Batterielaufzeiten ermöglichen. Energie spart der Prozessor auch dank der Fertigung in 0,13 Mikron, da er weniger gekühlt werden muss. Derzeit steht er für Notebook-Hersteller in Taktraten von 866 MHz (667 MHz), 933 MHz (733 MHz), 1 GHz (733 MHz), 1,06 GHz (733 MHz) und 1,13 GHz (733 MHz) zur Verfügung. Die Werte in Klammern verstehen sich bei aktiviertem SpeedStep im Batteriebetrieb.
Für das vierte Quartal 2001 hat Intel bereits angekündigt, höher getaktete Mobile-Pentium-III-M-Prozessoren ausliefern zu wollen. Zudem sollen Ultra-Low-Voltage- und Low-Voltage-Versionen mit niedrigeren Taktraten ab 600 bzw. 750 MHz folgen, bei denen deutlich mehr Wert auf Stromsparen denn auf Leistungshöhenflüge gelegt wird.
Der nun erhältliche Mobile-i830MP-Chipsatz unterstützt nicht nur den neuen Prozessor, sondern soll Platz und Kosten sparen. In Verbindung mit dem Mobile Pentium III-M sollen damit noch flachere, leichtere und leistungsfähigere Geräte möglich werden, die länger ohne Netzanschluss durchhalten. Der Mobile i830 unterstützt 133 MHz FSB, bis zu 1 GB PC133-SDRAM über zwei Steckplätze, integriert 6 USB-Schnittstellen, Ethernet und Stromspar-Funktionen.
Die größte Besonderheit ist jedoch die neue System-Architektur, die ähnlich AMDs konkurrierendem HyperTransport nicht mehr in North- und Southbridge getrennt ist, sondern einem Netzwerk ähnelt, das den Zugriff auf einzelne Systemkomponenten effizienter steuert und etwa doppelt so schnell wie bisherige mobile Intel-Chipsätze sein soll. Während der i830MP für externe AGP-2X- bzw. AGP-4X-Grafikchips gedacht ist, sollen zukünftige Versionen leistungsfähige (i830M) bzw. einfache (i830MG) Grafikchips integrieren.
Bei Abnahme von 1.000 Stück kosten die mobilen Pentium-III-Prozessoren-M mit Frequenzen 247,- (866 MHz), 278,- (933 MHz), 394,- (1 GHz), 499,- (1,06 GHz ) bzw. 625,- US-Dollar (1,13 GHz). Der Intel-830-MP-Chipsatz kostet im Tausender-Pack jeweils 37,50 US-Dollar.
Laut Intel haben alle namhaften Notebook-Hersteller Unterstützung für den neuen Stromspar-Notebook-Prozessor und den neuen Chipsatz angekündigt.
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