PDA-Markt: Compaq ist Palm dicht auf den Fersen
Insgesamt wuchs der westeuropäische PDA-Markt im zweiten Quartal 2001 nur leicht, der bislang durch enorme Wachstumsraten verwöhnt wurde. Konnten vor einem Jahr noch 123 Prozent mehr Geräte abgesetzt werden, so wuchs der Markt in diesem Jahr nur um 7,1 Prozent.
Durch die Konzentration auf Firmenkunden konnte Compaq laut Dataquest diesen enormen Wachstumsschub erreichen. Noch im Vorjahr verkaufte Compaq gerade mal 21.100 Geräte (4,5 Prozent). Durch den starken Anstieg bei Compaq besitzen die beiden konkurrierenden PDA-Systeme PalmOS und WindowsCE nun fast identische Marktanteile. Die beiden anderen WindowsCE-Hersteller Casio und Hewlett-Packard (HP) trugen dazu jedoch nur wenig bei. Bei HP sank der Marktanteil leicht auf 6,5 Prozent (33.135 Geräte), während er bei Casio auf schwache 3,9 Prozent (19.855 PDAs) zulegte.
Die starken Rückgänge bei Palm begründen sich laut Dataquest mit Problemen bei der Markteinführung neuer Modelle im ersten Quartal 2001. Noch im Vorjahr führte Palm den Markt mit großem Abstand an und verkaufte 282.117 Geräte (59,5 Prozent). Auch wenn Handspring im zweiten Quartal 2001 doppelt so viel Geräte (41.656) absetzen konnte, entspricht das nur einem Marktanteil von 8,2 Prozent und langt damit für den vierten Platz.
Nach Betriebssystemen führt PalmOS den westeuropäischen Markt im zweiten Quartal 2001 weiterhin knapp mit einem Anteil von 42,3 Prozent an, der im Vorjahresquartal noch 65,4 Prozent betrug. WindowsCE erreicht dank Compaq erstmals einen Marktanteil von 40,9 Prozent (Vorjahr: 13,4 Prozent). Das Betriebssystem Epoc fiel durch den starken Rückgang bei Psion auf den dritten Rang und kommt nur auf magere 6,8 Prozent Marktanteil (Vorjahr: 18,3 Prozent).
Im westeuropäischen PDA-Markt wurden mit 116.000 Stück die meisten Geräte in Großbritannien verkauft. Deutschland folgt mit 109.000 verkauften Geräten und Frankreich erstreitet sich mit 92.000 abgesetzten PDAs den dritten Platz.



