Infineon plant Kurzarbeit und Entlassungen
Außerdem plant Infineon Kurzarbeit und eine Reduzierung des weltweiten Personalstandes. Insgesamt sind davon weltweit rund 5.000 Stellen betroffen. Das Gesamtprogramm mit dem Namen "Impact" soll insgesamt Einsparungen von ca. einer Milliarde Euro über die nächsten 12 bis 18 Monate bringen und damit die Cashposition wie auch die Ergebnislage des Unternehmens deutlich verbessern.
Der geplante Stellenabbau soll möglichst sozialverträglich erfolgen, konkrete Pläne werden derzeit erarbeitet. Der Stellenabbau und die Maßnahmen zur Kurzarbeit sollen geschäftsbezogen unterschiedlich in Bezug auf Standort bzw. Unternehmenseinheit erfolgen. Die Arbeitnehmervertretungen werden "gemäß den in den einzelnen Ländern bestehenden Regelungen" eingebunden, so Infineon.
Der weltweite Halbleitermarkt wird nach Ansicht von Infineon im Kalenderjahr 2001 gegenüber dem Vorjahr schätzungsweise um über 60 Milliarden Dollar und gegenüber bisherigen Marktprognosen vom Oktober 2000 um über 100 Milliarden Dollar zurückgehen. Auch Infineon könne sich diesem starken Abschwung nicht entziehen.
"Nachdem sich nach wie vor keine erkennbare Erholung am Halbleitermarkt abzeichnet, haben wir den Aufsichtsrat am 25. Juli darüber informiert, dass zusätzliche und umfangreichere Einschnitte gegenüber dem bereits verabschiedeten Kostensenkungsprogramm erforderlich sind," erklärte Dr. Ulrich Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. "Wir bedauern, dass ein Sparprogramm in dieser Dimension immer auch weltweiten Stellenabbau bedingt. Die dramatische Marktentwicklung und unsere daraus resultierende Geschäftslage lassen uns jedoch keine andere Wahl."