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Jüngst versandte Denic-Rechnungen sind authentisch

"Transit"-Zustand der Domains sorgt für Verwirrung. Im Internet sorgen von der Denic verschickte Rechnungen für Aufruhr, in denen eine Summe von 58,- Euro (entspricht etwa 114,- DM) eingefordert wird. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um "gefälschte" Zahlungsaufforderungen, wie sie jüngst immer wieder auftauchten, sondern um offizielle Rechnungen von der Denic.
/ Ingo Pakalski
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Eine Vielzahl der Empfänger dieser Rechnungen dürfte in der Vergangenheit bei Expressoweb kostenlos eine Domain registriert haben. Da dieser Dienst vor einiger Zeit klammheimlich eingestellt wurde und damit der Vertrag zwischen der Denic und dem Provider nicht mehr besteht, richtet sich die Denic nun mit Gebührenforderungen an den Domain-Besitzer. Bei der Eintragung einer Domain schließt der Kunde sowohl einen Vertrag mit dem Provider als auch mit der Denic, wie die Domain-Verwalter auf Anfrage erklärten. Auch wenn kein Provider-Vertrag mehr existiert, bleibt also eine vertragliche Bindung mit der Denic bestehen.

Wie die Denic versicherte, haben alle betroffenen Kunden vor rund vier Wochen einen Brief erhalten, worin Ihnen erklärt wurde, dass derzeit für die Domain kein Provider zuständig sei, was im Denic-Jargon "transit"-Zustand heißt. In diesem Info-Brief wurden die Domain-Inhaber informiert, dass Sie in solch einem Fall drei Optionen haben: Sie können die Domain kündigen, sie auf einen anderen Provider übertragen oder aber die Domain von der Denic kostenpflichtig verwalten lassen. Reagiert der Kunde innerhalb einer Frist von vier Wochen nicht, geht die Denic davon aus, dass die Domain von ihr verwaltet werden soll.

So erklären sich auch die nun versandten Rechnungen, wovon rund 25.000 Domain-Inhaber betroffen sein sollen. Wer den ersten Info-Brief ignoriert hat, aber keine Verwaltung durch die Denic wünscht, sollte jetzt schnell reagieren und sich an die Denic-Hotline wenden, die man unter den Rufnummern 069/27235-273 oder 069/27235-275 erreicht. Dann lässt sich die Domain immer noch löschen oder auf einen anderen Provider umschreiben, ohne dass dem Domain-Inhaber Kosten entstehen, verspricht die Denic.

Aber nicht nur der Wegfall des Providers kann zum "transit"-Zustand führen, auch nach einem Streit um einen Domain-Namen verpasst die Denic der betreffenden Domain diesen Status. Auch dann hat der Domain-Inhaber drei Möglichkeiten zur Wahl, was er mit der Domain machen will.


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