Yamakawa: DVD Player, digitale Videorekorder und Autoradios
Zur IFA 2001 will Yamakawa die beiden neuen DVD-Player DVD-790 und DVD-795 vorstellen, die auf das untere Preissegment zielen. Sie sollen neben CD, VCD, SVCD und DVD auch MP3-Discs abspielen können, die sich auf CD-Rs oder CD-RWs befinden. Während der DVD- 795 vom Design dem DVD-788 nachempfunden ist und mit einer Breite von 43 cm eher traditionelle Maße aufweist, geht Yamakawa mit dem DVD-790 völlig neue Wege. Der DVD-790 ist der erste DVD-Player im neuen Kompaktformat 30 x 23 x 5,5cm (BxTxH). Den neuen "Kleinen" wird es sowohl mit RGB-SCART-Ausgang geben, als auch in einer zweiten Version mit Komponenten-Videoausgang. Der DVD-795 bietet sieben Video- und Audioausgänge. Beide Geräte, den DVD-790 und DVD-795, wird es für einen Aufpreis von etwa 20,- DM auch mit eingebautem Dolby Digital 5.1 Decoder geben. Dazu passend sollen zwei Yamakawa Home Theatre Sets (HTS-100 und HTS-200) auf den Markt kommen, die unter DM 700,- kosten sollen.
Der DVD-868, Nachfolger des DVD-860, besitzt jetzt auch ID3 Tag (Typ 1 und 2) und M3U Playlist Unterstützung, die das Gerät von CDs auslesen kann. Eine Variante des DVD-868 ist der ebenfalls neue Yamakawa DVD-880, der zusätzlich zu den Funktionen des DVD-868 auch über einen digitalen RDS-Stereotuner und einen eingebauten Digitalverstärker verfügt. Verkaufsstart für alle Geräte soll Oktober bzw. November 2001 sein. Der DVD-790 soll nur 299,- DM kosten, der DVD- 795 339,- DM, der DVD-868 499,- DM und der DVD-880 699,- DM.
Mit dem "Yamakawa MP3-200" will der Hersteller ein CD-Autoradio auf den Markt bringen, das neben den herkömmlichen Funktionen solcher Kombigeräte auch MP3-CDs abspielen kann. Es werden sowohl konstante als auch variable Bitraten bis 320 kbit/s unterstützt. Auf Wunsch lassen sich auf dem LCD-Display die ID3-Tags der Musikstücke in Laufschrift anzeigen. Auch dieses Gerät soll M3U-Playlists unterstützen. Der eingebaute RDS-Tuner mit insgesamt 24 Stationstasten sowie der eingebaute Verstärker mit 4 x 25 Watt Leistung und Vorverstärkerausgang runden das Produkt ab. In die Läden kommt das Gerät voraussichtlich im Oktober 2001 und soll 499,- DM kosten.
Das neue Yamakawa mp3 Audiocenter ist nicht nur ein auf CDs basierender CD- und MP3-Player, sondern er speichert auf seiner eingebauten 20 GB Festplatte auch etwa 350 Musik-CDs (ca. 330 Stunden). Das Herzstück des neuen Yamakawa Flagschiffs ist ein 100 Mips 24bit DSP Prozessor, der in das Laufwerk eingelegte Audio-CDs in ca. 8 bis 10 Minuten zu MP3-Dateien auf der Festplatte komprimieren soll. Auf der Festplatte ist eine Offline-Kopie der CDDB-Datenbank abgelegt. Diese Daten sind dann bei Wiedergabe an beiden Displays (Gerät und Fernbedienung) zu sehen. Über die eingebaute USB-Schnittstelle ist eine Verbindung zu einem PC möglich, von dem aus per Internet Updates der CDDB Datenbank aufgespielt werden können.
Über die 2-Wege IR-Systemfernbedienung können alle Funktionen auch ohne PC gestartet werden, denn auch zum Editieren der Titelbezeichnungen steht unter einer Abdeckklappe eine komplette Tastatur zur Verfügung. Über die Fernbedienung lassen sich auch die Suchfunktionen steuern. Das Yamakawa mp3 Audiocenter verfügt über analoge und digitale optische Audio Ein- und Ausgänge und kann daher auch für digitale Aufnahmen von anderen Geräten, z.B. Minidisc, genutzt werden. Unter einer Abdeckung an der Gerätevorderseite ist ein SmartMediaCard (SMC) Slot angebracht, mit dem man MP3 Dateien auf die entsprechenden Karten laden kann, die von vielen portablen MP3 Playern gelesen werden können. Zu einem Preis von 999,- DM soll das Proidukt ab September 2001 erhältlich sein.
Ein weiteres Produkt mit eingebauter Festplatte ist der digitale Videorecorder von Yamakawa, der DVR-1000i. Es handelt sich um einen auf Linux basierenden Rechner, der mit einem 300 MHz MIPS Prozessor, 64 MB RAM, 32 MB Flashspeicher und einer 30 GB Festplatte ausgerüstet ist. Zum Zeitpunkt der Einführung des Gerätes im Oktober 2001 soll es neben einer Internet-Anwendung die Möglichkeit der Aufnahme und Wiedergabe von Videodaten (nach MPEG 1 und MPEG 2 Standard) geben. Es können Videosignale wahlweise von einem analogen oder digitalen (Satelliten) TV-Tuner aufgezeichnet werden, jedoch sind auch andere Videoquellen (VCR, Camcorder, DVD) möglich. Eine spezielle Szenenwechsel Automatik soll helfen, Werbeeinblendungen zu unterdrücken. Bei der Wiedergabe lassen sich zwei Filme gleichzeitig im Picture-in-Picture Verfahren darstellen, bzw. ein Bild für TV-Wiedergabe und ein Bild für Festplattenwiedergabe anzeigen. Audiodaten können in Dolby-Digital 2.0 aufgenommen (kodiert) werden, eine Dekodierung von Dolby-Digital 5.1 ist ebenfalls möglich.
Die Internetanbindung lässt sich entweder mit dem herkömmlichen analogen V.90 Modem herstellen, über die USB Schnittstellen (externes ISDN USB-Modem) oder aber auch über die Fast-Ethernet-Schnittstelle, womit eine Anbindung zu ADSL denkbar ist. Besonders attraktiv dürfte auch eine WirelessLAN Ethernet Anbindung sein, mit der eine Verbindung zum heimischen PC hergestellt werden kann. Das Navigieren im Internet kann mittels der mitgelieferten 2-Wege Systemfernbedienung erfolgen, jedoch gibt es auch eine IR-Tastatur.
Sowohl die Programmierung der aufzuzeichnenden Filme, sowie die Verwaltung des auf ca. 20 Stunden dimensionierten Videospeichers erfolgt auf TV- Bildschirmmenüs. Zu den wichtigsten Video-Funktionen des DVR-1000i gehören unter anderem: stufenloser Zoom, variable Zeitlupe und Zeitraffer, Vor- und Zurückspulen mit Bewegtbildern, zeitgleiches Abspielen einer gespeicherten Sendung während einer Aufnahme, Timeshift Funktion und das zeitgleiche Abspielen von zwei Sendungen (Picture-in- Picture). Zudem verfügt das Gerät über Überspielmöglichkeit auf Videorecorder bzw. eine Datenauslagerung auf externe Zusatzspeicher etwa über die IEEE-1394 Firewire Schnittstelle.
Zum Preis von 1.299,- DM soll der digitale Videorecorder im Oktober/November 2001 in den Handel kommen.



