Insolvenz: Auch mb Software hat kein Geld mehr
Gespräche mit verschiedenen in- und ausländischen Investoren konnten in einem bestimmten Zeitrahmen nicht abgeschlossen werden, so dass dem Unternehmen keine neuen Finanzmittel zugeflossen sind und die Insolvenzantragspflicht nicht mehr abgewendet werden konnte, so das Unternehmen in einer Ad hoc Mitteilung. Die Konzernführung strebt an, unter Nutzung der gesetzlichen Möglichkeiten eines Insolvenzplanverfahrens die Geschäftstätigkeit des Unternehmens nachhaltig fortzuführen.
Dazu sei aber die Umsetzung eines umfangreichen Sanierungs- und Restrukturierungskonzeptes notwendig. Im Sinne einer Konzentration auf die Kernkompetenz des Unternehmens und die damit verbundene Trennung von Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, seien bereits erste Maßnahmen eingeleitet worden: die neocron-Technologie der mb-Tochter Reakktor GmbH wurde an die Schweizer System GmbH verkauft, die wiederum die Veröffentlichungsrechte an den Spielepublisher CDV verkaufte. Zudem wurde die mb-Tochter MyChannel GmbH an die Erodata GmbH veräußert.
Die mb Software AG entwickelt und vertreibt Programme zur computerunterstützten Planung, Visualisierung und Gebäudebewirtschaftung. Das 1982 gegründete Unternehmen war ursprünglich als IT-Spezialist für konstruktive Software angetreten und bietet neben Lösungen im Business-Bereich über verschiedene Partner und Kooperationen auch Softwareprodukte im Consumer-Bereich an, die auf der ArCon- und o2c-Technologie basieren. Seit November 1998 ist mb Software an der Börse im Wachstumssegment Neuer Markt, Frankfurt, notiert. Die mb-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2000/2001 einen Umsatz in Höhe von 41 Millionen Euro.



