Weg für Börsengang von Arcor frei
Um die Kontinuität des Bahngeschäfts zu sichern, übernimmt Arcor mit 50,1 Prozent der Anteile die unternehmerische Führung an der neuen Gesellschaft. Die Bahn ist mit 49,9 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt.
Anfang 2002 soll die Arcor DB Telematik GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet werden. Vorsitzender der Geschäftsführung wird Rolf Endregat, der in Personalunion im Arcor-Vorstand weiterhin das Ressort Bahn und Service vertritt.
Mit der Ausgründung der bahnspezifischen Dienstleistungen in eine eigenständige Gesellschaft erhält die Deutsche Bahn die Möglichkeit, ihren unternehmerischen Einfluss auf dieses Geschäftssegment dauerhaft zu sichern. So hat die Deutsche Bahn zum 1. April 2005 erstmals die Option, ihre Anteile an der Arcor Bahntelematik zu erhöhen. Die Integration von Ausgaben für Telekommunikations-Infrastrukturmaßnahmen in die gesamte Investitionsplanung werde für die Bahn außerdem erleichtert, so Arcor.
Der Umsatz mit bahnspezifischen Diensten betrug bei Arcor im vergangenen Jahr rund 430 Millionen Euro und machte damit 25 Prozent vom Jahresumsatz aus. Zu den Diensten des neuen Unternehmens gehören u.a. der Aufbau von Telekommunikationsanlagen in elektronischen Stellwerken, die Wartung und Entstörung von bahninternen Betriebsfernmeldeanlagen sowie die Installation und der Betrieb eines modernen digitalen Zugfunk-Systems.
Standard-Telekommunikationsleistungen wie Sprachtelefonie, Internet und der Betrieb eines IP-Netzes werden weiterhin, im Rahmen der bestehenden, langfristigen Verträge durch Arcor erbracht. Ebenfalls unberührt von der erzielten Einigung bleibt die 18-prozentige Beteiligung der Deutschen Bahn an Arcor. Das bisher bestehende Vetorecht der Deutschen Bahn hingegen entfällt.
Damit wird für Arcor der Weg für den seit einiger Zeit beabsichtigten Börsengang endgültig frei.
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