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BMBF-Forschungsinitiative für Internet- und Softwaretechnik

Teile der UMTS-Milliarden gehen in die Forschung. Die Bundesregierung hat für 39 Kooperationsprojekte im Bereich Internet- und Softwaretechnik 123 Millionen Mark aus UMTS-Mitteln freigegeben. Damit sollen die Ausgaben im strategisch wichtigen Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik erheblich gesteigert werden, teilte das BMBF mit.
/ Andreas Donath
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"Wir setzen mit dieser größten deutschen IT-Forschungsinitiative einen weiteren wichtigen Akzent bei der Neugestaltung und Stärkung der IuK-Forschung in Deutschland", erklärte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn dazu in Berlin.

Nach der Fusion der Fraunhofer-Gesellschaft mit dem GMD-Forschungszentrum zum größten IT-Forschungszentrum Europas geht es jetzt an die Umsetzung von Forschungsprojekten im großen Stil. Mit der Bewilligung der neuen Projekte sollen die Institute die nötigen finanziellen Mittel erhalten. Bundesforschungsministerin Bulmahn wies darauf hin, dass damit wichtige Forschungseinrichtungen der IuK-Technik enger vernetzt und auf gemeinsame Forschungsfelder fokussiert werden würden. "Die unterschiedlichen Stärken der einzelnen Institute werden so gebündelt, um die deutsche IuK-Forschung an die Weltspitze zu führen."

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen Lösungen zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Internets. Dabei konzentrieren sich die Teilvorhaben im Wesentlichen auf die strategischen Aufgabenfelder IT-Sicherheit, Vernetzung, Simulation und virtuelles Engineering sowie IuK-basierte Dienstleistungen.

Bei der IT-Sicherheit soll die Entwicklung geeigneter biometrischer Identifikationsverfahren, sichere Übertragungstechnologien und die Ermöglichung von Anonymität im Netz gefördert werden.

Im Bereich Next-Generation-Internet soll die Übertragung in Echtzeit oder durchgängig in Fest- oder Mobilfunknetz erforscht werden. So soll eine Multimedia-Architektur (OMSA) entwickelt werden, bei der das weltweit führende Know-how dreier deutscher Forschungseinrichtungen gebündelt wird, um einen globalen offenen Standard zu definieren. Mit von der Partie ist z. B. das Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen FhG-IIS.

Im Verbund von FhG und ehemaliger GMD werden strategische Projekte zur Softwaretechnik aufgelegt. Mit deren Hilfe sollen u. a. Methoden und Werkzeuge der Computersimulation, der Visualisierung und der Virtuellen Realität, des verteilten Rechnens zu Entwicklungsumgebungen integriert werden. Damit wird ein interaktives und räumliches, zeitlich verteiltes Arbeiten am virtuellen Entwurfsobjekt möglich.

Die schnelle und einfache Umsetzung von Geschäftsideen, die Einfachheit der Nutzung sind wichtige Parameter für den Erfolg. Die Konzentration auf Entwicklungsplattformen und nutzerfreundliche Interaktivität kennzeichnen die Projekte in diesem Aufgabenfeld. So sollen Techniken entwickelt werden, um Inhalte nutzergerecht aufzubereiten und um das Internet auch für behinderte Menschen nutzbar zu machen. Weitere Projekte sollen die Nutzung des Internets durch verbesserte Sprach- oder Symboleingabe und durch die Visualisierung von Inhalten vereinfachen.

Die Liste der Projekte und Erläuterungen zur Forschungsinitiative kann man in einer PDF-Datei(öffnet im neuen Fenster) nachlesen.


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