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Autostereoskopische 3D-Displays ab sofort erhältlich

Plastische Darstellung ohne Brille. Fast alle Verfahren für eine dreidimensionale Darstellung sind bisher auf Hilfsmittel wie spezielle Brillen oder ausgeklügelte Sensoren angewiesen. Mit dem nun marktreifen, autostereoskopischen Display des Jenaer Unternehmens 4D-Vision sollen auch mehrere Personen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Entfernungen ohne Hilfsmittel räumliche Bilder und Filme betrachten können.
/ Christian Klaß
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Dreidimensional darzustellende Objekte oder Szenen müssen dazu in acht verschiedenen Ansichten vorliegen. Entweder sind diese Ansichten durch gängige 3D-Software zu erzeugen oder sie werden mit acht Kameras aufgenommen. Die einzelnen Farbpixel der acht Ansichten werden nach einem mathematischen Prinzip den roten, grünen und blauen Subpixeln des jeweiligen Displays zugeordnet. Aus normalen 2D-Filmen oder Bildern lassen sich die nötigen Ansichten auch mittels einer Tiefenkarte erzeugen. Auf diese Weise werden Filme umgewandelt, um sie räumlich zeigen zu können.

Die spezielle Optik, die vor dem eigentlichen Display angeordnet ist, besteht aus einem wellenlängenselektiven Filter-Array. Es besteht aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Filtern, die je nach Farbe des Subpixels Betrachtungsrichtungen vorgeben. Je nach der aktuellen Position eines Betrachters gelangen unterschiedliche Bildinformationen in das jeweils linke und rechte Auge – die räumliche Bildwahrnehmung ist die Folge.

Die Anwendungsgebiete reichen über Architektur und Medizin bis hin zur Wissenschaft. Doch auch für den Unterhaltungsbereich ist die Technik interessant. Das Fernziel der Jenaer Spezialisten für Optoelektronik ist die weltweite Verbreitung des 3D-Fernsehens bis zum Jahr 2010.

Als erstes verfügbares Produkt wird ein 15-Zoll-LCD-Monitor verkauft, der über den Distributor Tarox in Deutschland zum Listenpreis von 9.900,- DM erhältlich ist. Weitere Produkte sollen demnächst folgen. Sie sind laut Hersteller generell mit jedem Betriebssystem lauffähig.


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