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Prisoner of War - Flucht vor den Nazi-Schergen

Codesmasters bringt "Ausbruchssimulation". Der Zweite Weltkrieg erweist sich immer wieder als gern gewähltes Hintergrundszenario für Computerspiele. In "Prisoner of War" von Codemasters etwa wird man Fluchtversuche aus deutschen Hochsicherheitslagern nachspielen dürfen.
/ Thorsten Wiesner
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Unter anderem wird man so in den zweifelhaften Genuss kommen, die Umstände im als "ausbruchssicher" geltenden Gefängnis von Colditz kennen zu lernen und versuchen müssen, durch möglichst geschicktes Vorgehen den deutschen Wärtern zu entkommen.

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Als "Herzstück" von Prisoner of War kündigt Codemasters eine besondere Engine für künstliches Leben an, die authentische Verhaltensmuster für die zahlreichen Gefangenen und Wachen im Spiel erzeugen soll. Die speziell für dieses Spiel entwickelte Engine soll ein fortgeschrittener Feldsteuerungs-Mechanismus sein und weit über die bisher in Spielen bekannte KI hinausgehen. Grundlage und Inspiration dieser Entwicklung sind die "Boids"-Algorithmen von Craig Reynolds, einem Forscher im Bereich des künstlichen Lebens.

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"Die Charaktere sind völlig autonom. Sie reagieren auf zahlreiche unabhängige Variablen genauso wie auf ihresgleichen und entwickeln unterschiedliche intelligente Lösungen für eine Umwelt, die sich im ständigen Wandel befindet. Für den Spieler ergibt sich daraus eine faszinierende Spielerfahrung, so als ob er sich mit anderen Charakteren, die ihn und seine Aktionen genau beobachten, inmitten einer dynamischen und reagierenden Umgebung befindet", so Codemasters' Chef-Designer Alastair Halsby.

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Das Spiel, das im Frühjahr 2002 erscheinen soll, wird vom unabhängigen Entwicklungsstudio Wide Games für PlayStation 2, PC und die Konsolen der nächsten Generation entwickelt.


Kommentar:
Wie allen Spielen, die die Greueltaten des Zweiten Weltkrieges thematisieren, haftet auch Prisoner of War ein unangenehmer Beigeschmack an. Wenn Codemasters etwa verkündet, dass die verbesserte KI das "Herdenverhalten" der Wärter verbessere oder der aus Schlafen, Essen und Appell bestehende reguläre Tagesablauf des Gefangenen realistisch abgebildet werde, ist Kritik an dem womöglich spielerisch gelungenen Titel durchaus gerechtfertigt.


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