Psion entlässt 250 Mitarbeiter
Im Zuge dieser Neuausrichtung will sich der britische Pionier des Mobile Computing zukünftig auf die Industrie- und Enterprise-Segmente seiner Tochtergesellschaft Psion Teklogix sowie auf innovative Märkte und Anwendungsfelder digitaler Geräte sowie Lösungen der Division Psion Digital und ihr strategisches Investment in Symbian konzentrieren. Alle diese Aktivitäten zielen darauf ab, Kundenlösungen im Wireless-Networking-Bereich bereitzustellen – sowohl im LAN- als auch im WAN-Segment.
Die restrukturierte Psion Digital soll ihre bestehende Produktpalette auch weiterhin vermarkten und supporten sowie die Entwicklung der netBook-Familie für den Corporate-Bereich und das Bildungswesen fortsetzen. Der verbleibende Kern der Entwicklungsmannschaft von Psion Digital werde sich zukünftig auf den Ausbau und das Ausschöpfen seines geistigen Eigentums (Intellectual Property Rights), seine Expertise und Erfahrung in der Entwicklung und Gestaltung innovativer Mobile-Networking-Produkte und -Lösungen in Highend-Märkten fokussieren.
Die Entscheidung, Psion Digital einer massiven Restrukturierung zu unterziehen, wurde maßgeblich von der anhaltend enttäuschenden Geschäftsentwicklung dieser Division vor dem Hintergrund schwacher und übersättigter Märkte für Handheld-Computer und Mobiltelefone bestimmt, so Psion. Eine Fortsetzung dieses Trends sei auch für das nächste Jahr zu erwarten.
In diesem Zusammenhang sowie im Zuge eines unerwartet verzögerten Öffnens des Massenmarktes für Bluetooth-Produkte, so Psion, wird Psion Digital seine für die zweite Jahreshälfte 2001 geplanten Bluetooth-PDAs und Bluetooth-Connectivity-Produkte nicht auf den Markt bringen.
Zudem wird Psion insgesamt 250 Mitarbeiter entlassen und stellt für die Restrukturierung insgesamt Mittel in Höhe von 29 Millionen Pfund Sterling (ca. 94 Millionen DM) bereit.
Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz der erweiterten Psion-Gruppe in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres um 5 Prozent auf 99 Millionen Pfund Sterling (ca. 322 Millionen DM), verglichen mit 94 Millionen Pfund Sterling (ca. 305 Millionen DM) im ersten Halbjahr 2000. Die Umsatzerlöse von Psion Digital beliefen sich in der Berichtsperiode auf 36 Millionen Pfund Sterling (ca. 117 Millionen DM) nach 77 Millionen Pfund Sterling (ca. 250 Millionen DM) im Vorjahresvergleich.
Psion Teklogix, die im September 2000 aus dem Merger von Teklogix und der Psion Enterprise Division hervorgegangen war, setzte im Berichtshalbjahr 63 Millionen Pfund Sterling (ca. 205 Millionen DM) um, während Psion Enterprise in der Vergleichsperiode des Vorjahres einen Umsatz von 17 Millionen Pfund Sterling (ca. 55 Millionen DM) ausgewiesen hatte.
Die für das zentraleuropäische Psion-Geschäft verantwortliche deutsche Tochtergesellschaft Psion GmbH sieht sich auf ihrem Terrain nach Worten ihres Geschäftsführers Hans Stadler einem immer schwierigeren Marktumfeld ausgesetzt. "Nicht zuletzt durch das anhaltend rückläufige Wirtschaftswachstum in Deutschland und dem seit acht Jahren auf einen neuen Höchststand gestiegenen Verbraucherpreisindex rechnen wir mit einem weiteren Absatzrückgang" , erläutert Zentraleuropa- und GmbH-Chef Stadler und ergänzt: "Dieser Entwicklung werden wir ebenfalls mit deutlichen Kostensenkungsmaßnahmen auf breiter Ebene begegnen."