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Geräteunabhängige Bluetooth-Fernbedienung entwickelt

Deutsche Forscher Vizeweltmeister beim IEEE Wettbewerb. Die Karlsruher Informatikstudenten Gerhard Bocksch, Georg Dummer, Ivan Ivanov, Manuel Odendahl und Alexander Paar sowie ihr Betreuer Dr. Fridtjof Feldbusch haben bei den World Finals des internationalen Wettbewerbs der IEEE Computer Society in Washington D.C. den zweiten Platz belegt.
/ Andreas Donath
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Der damit verbundene Preis ist mit 18.000 US-Dollar dotiert – davon gehen 10.000 an die Studenten und 8.000 an das Institut für Rechnerentwurf und Fehlertoleranz. "Überzeugend und praxisnah", so lobte die internationale Jury, sei die Arbeit der Karlsruher Studenten: eine Fernbedienung unter anderem für Stereoanlagen, Videorekorder, Haustüren und Getränkeautomaten. Die Fernbedienungssoftware funktioniert auf Handys, Personal Organizern und Smart Phones. Eine spezielle Fernbedienung ist nicht mehr nötig. Die Firma Intel sprach der Gruppe bereits eine Einladung zu ihrem Firmensitz nach Kalifornien aus.

Die IEEE Computer Society ist die weltweit größte und traditionsreichste Vereinigung von Computerspezialisten. Jährlich schreibt sie einen Wettbewerb für Informatikstudenten zur Entwicklung von Computer-Anwendungen aus. Dieses Jahr lautete das Thema: "Entwicklung einer Bluetooth-Anwendung". Die ausgezeichnete Idee der Karlsruher Delegation bestand in der Entwicklung eines Protokolls, mit der sich diese Kleingeräte miteinander unterhalten können.

Kommt der Benutzer etwa mit seinem Organizer in einen Raum, so wird automatisch erfragt, welche Geräte hier zur Verfügung stehen. Diese werden auf dem grafischen Display angezeigt. Wählt man eines der Geräte aus, sendet es seine grafische Benutzeroberfläche an die Fernbedienung. Auf Anfrage können so auch Hilfestellungen und Bedienungsanleitungen gesendet werden. "Aber die wird man wohl kaum noch brauchen", meinte Dr. Feldbusch, da die Benutzung von der zu Grunde liegenden Technik unabhängig sei.

Will man beispielsweise einen Film auf Video aufnehmen, so reicht es, sich eine Liste von demnächst gesendeten Filmen auf die Fernbedienung zu holen und den Film für die Aufnahme zu markieren. Den Rest erledigen Fernseher, Satellitenempfänger und Videorekorder gemeinsam.

"Wir können natürlich nicht voraussetzen, dass alle Geräte gleich mit Bluetooth ausgestattet werden", erklärte Alexander Paar, "daher entwickelten wir einen Umsetzer von Bluetooth nach Infrarot". So werden auch ältere Geräte in das neue Bedienungskonzept eingebunden. Manuel Odendahl ergänzte: "All diese Geräte lassen sich mit unserem Konzept sogar über das Internet bedienen." Die Benutzeroberfläche lässt sich auch über das World Wide Web an das fernbedienende Gerät verschicken. Damit dies nicht auch fremde, unberechtigte Benutzer tun, gibt es einen Schlüsselcode zur Sicherheit.


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