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Ximian kündigt .NET für Linux und Unix an (Update)

Mono Project – Open-Source-Implementierung von .NET. Ximian kündigte jetzt unter dem Namen "Mono Project" eine Linux-basierte Open-Source-Implementation von Microsofts .NET-Entwicklungsplattform an. Das Mono Project soll .NET-kompatible Komponenten wie einen C# Compiler, einen Common Language Runtime JIT-Compiler und eine Reihe von Bibliotheken umfassen.
/ Jens Ihlenfeld
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So will man es Entwicklern erlauben, .NET-Applikationen zu entwickeln, die unter Windows und jeder anderen, von Mono unterstützten Plattform laufen, einschließlich Linux und Unix. Miguel de Icaza, Ximians CTO und Präsident der GNOME Foundation, wird das "Mono Project" in einer Präsentation auf der O'Reilly Open Source Convention in San Diego präsentieren, die vom 23. bis 27. Juli stattfindet.

Das Mono Project soll sowohl die Erstellung von grafischen User Interfaces auf Basis von GNOME-Komponenten als auch die Entwicklung von Server-Applikationen und Web Services ermöglichen. Der Source Code soll unter Open-Source-Lizenzen (GPL oder LGPL) veröffentlicht werden. Um so die Vervollständigung einer umfassenden .NET-kompatiblen Runtime- und Entwicklungsumgebung voranzubringen.

Microsoft hatte erst kürzlich angekündigt, einen C# Compiler und die Common Language Infrastructure (CLI) zusammen mit Corel unter Microsofts "Shared Source"-Lizenz für FreeBSD zu veröffentlichen. "Während C# und CLI der ECMS und dem W3C Standardisierungsorganisationen vorgelegt wurden, verhindert die Shared Source Lizenz unglücklicherweise die Entwicklung und Verbreitung kommerzieller Applikationen auf anderen Plattformen wie Linux, Solaris und Unix", so Miguel de Icaza. "Die gemeinsamen Bemühungen von Microsoft und Corel bieten zudem keine Unterstützung für GUI-Applikationen und Datenbankzugriff."

Im Gegensatz dazu soll das Mono Project Entwickler mit Werkzeugen ausstatten, die ein "build once, deploy anywhere" wirklich unterstützen und von den Vorteilen der verschiedenen Dienste von Microsoft .NET profitieren.

Zugleich ruft die Free Software Foundation mit DotGNU ein Projekt ins leben, das dezentralisierte Dienste und Authentifikationen anbieten soll. DotGNU wird von David Sugar geführt, der auch für Bayonne verantwortlich zeichnet, das GNU Telefoniesystem. DotGNU wird unter dem Dach der GNU Entwicklersite Savannah(öffnet im neuen Fenster) bereitgestellt.


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