Talkline fordert Senkung der Interconnection-Entgelte um 31%
Da die Deutsche Telekom AG bis dato keinerlei Kostenunterlagen vorgelegt hat, mit der die RegTP die rechtlich vorgeschriebenen "Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung" ermitteln könne, so Talkline, müsse nun eine von der EU empfohlene Analyse, die so genannte 'best practice', herangezogen werden, um die IC-Entgelte festzulegen.
Die best-practice-Empfehlung sieht vor, dass die Entgelte anhand der drei preiswertesten Mitgliedstaaten zu ermitteln ist. Bei den best-practice-Ländern bzw. den Unternehmen handelt es sich um die British Telecom, die schwedische Telia und TDC (Tele Danmark Communications).
Mit der Vergleichsmarktbetrachtung will Talkline erreichen, dass bereits Ende Juli eine Entscheidung von der RegTP gefällt wird, die dann rückwirkend zum 1. Juni gelten soll. "Der deutsche Markt hat Nachholbedarf, um im europäischen Wettbewerb mitzuhalten. Das anstehende Verfahren bildet die finanzielle Grundlage für Call-by-Call, Preselection, Zuführung zu Internet- und Mehrwertdiensten. Daher wird die Entscheidung einen wichtigen Impuls für die weitere Entwicklung auf dem Telekommunikationsmarkt bedeuten – oder aber eine Stagnation bzw. einen Rückgang des Wettbewerbs. Die aktuellen Insolvenzen der Call-by-Call-Anbieter spiegeln die kritische Situation auf dem deutschen Markt wider. Wir erhoffen uns mit der Vergleichsstudie eine sofortige weitere Reduzierung der IC-Entgelte", sagt Frank Schubert, Geschäftsführer Finanzen bei Talkline.
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