Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Spieletest: Alone in the Dark - The New Nightmare

Das Horror-Adventure kehrt zum vierten Mal auf den PC zurück. Der Schrecken nimmt kein Ende: Nachdem man sich bereits dreimal zusammen mit dem Privatdetektiv Edward Carnby in sehr atmosphärischen, aber spielerisch nicht immer ganz überzeugenden Abenteuern die Nächte um die Ohren schlagen durfte, bricht man nun zur Lösung des insgesamt vierten Falles auf.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Allerdings ist man diesmal nicht auf sich allein gestellt, sondern kann auch auf das Know-how der jungen und intelligenten Archäologin Aline Cedrac zurückgreifen. Und das wird man auch dringend benötigen, wenn man auf der Insel Shadow Island auf der Suche nach dem Mörder von Charles Fiske, Carnbys bestem Freund, ist, dessen Tod die Polizei bisher vor ein unlösbares Rätsel stellt.

Gleich zu Spielbeginn darf man wählen, ob man sich lieber als Detektiv Carnby oder als Aline Cedrac auf die Suche nach dem mysteriösen Bösen macht. Das Gameplay wird stark durch die Entscheidung beeinflusst: Während man als Carnby mehr seine Waffen als sein Gehirn gebrauchen muss, verlässt sich Cedrac eher auf ihr Geschick und darf die eine oder andere knifflige Aufgabe lösen. Die beiden Charaktere, die zu Beginn des Spieles an unterschiedlichen Orten beginnen, treffen sich im Spielverlauf mehrmals, erleben aber prinzipiell andere Ereignisse, so dass es durchaus Sinn und Spaß macht, das Programm mit beiden Protagonisten nacheinander zu lösen.

Wie man sich auch entscheidet, auf jeden Fall wird man auf Horden von Zombies oder anderen Monstern treffen, die dem Spieler nach dem Leben trachten und den Schwierigkeitsgrad an manchen Stellen gehörig anheben. Dabei macht es einem die etwas hakelige Steuerung nicht unbedingt leichter, sich der bösen Brut zu entledigen.

Optisch enttäuscht The New Nightmare leider ein wenig: Während die Zwischensequenzen noch durchaus filmreife Qualität besitzen, ist die Spielgrafik sehr grob und unscharf. Auch die Animationen der Spielfiguren sind oft etwas steif und ungelenk, auf Mimik muss man ganz verzichten - selbst bei Großaufnahmen scheinen die Personen zu reden, ohne dabei den Mund zu bewegen.

Das Herzinfarktrisiko steigert das Spiel aber dennoch merklich - wer im dunklen Zimmer spielt, wird wohl öfter auf Grund plötzlich auftauchender Bösewichte, überraschender Wendungen oder furchteinflößender Hintergrundgeräusche vor dem Monitor zusammenzucken.

Fazit:
Inhaltlich top, grafisch leider nicht - Alone in the Dark The Nightmare überzeugt mit einer faszinierenden Geschichte und einer Horrorfilm-mäßigen Atmosphäre, muss sich aber auf Grund der schwachen Grafik und der nicht ganz glücklichen Steuerung einige Kritik gefallen lassen. Insgesamt eine solide Angelegenheit, die Grusel-Freunden mit Sicherheit einige schlaflose Nächte bescheren dürfte.


Relevante Themen