Bundesregierung gegen Monokultur bei PC-Betriebssystemen
"In unserer IT-Strategie der Vielfalt hat Open-Source-Software einen wichtigen Platz eingenommen", erklärt Staatssekretärin Zypries. "Wir wollen keine Monokultur in der öffentlichen Verwaltung, auch nicht bei Betriebssystemen. Aus dem Bereich der Ökologie wissen wir: Monokulturen können große Schäden anrichten. So ist es auch bei Betriebssystemen und Office-Produkten."
Auch Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im BMWi, betonte die Unterstützung ihres Ministeriums für Freie Software: "Ein zunehmend wichtiges Element unserer Strategie ist deshalb – nicht erst seit heute – die Unterstützung der Open-Source-Bewegung in Deutschland, in Europa und weltweit." Weiterhin unterstrich die Staatssekretärin, dass mehr Wettbewerb im Bereich der PC-Betriebssysteme auch der Datensicherheit zugute komme. "Open Source hat eine wichtige Funktion bei der Herstellung von mehr Wettbewerb auf dem Softwaremarkt. Open Source ermöglicht es, Wettbewerb und Kommunikationsfähigkeit unterschiedlicher Software-Lösungen sicherzustellen. Das Open-Source-Betriebssystem setzt sich mehr und mehr durch – gegen Microsoft-Windows und andere proprietäre Betriebssysteme. Es läuft stabiler, ist billiger und kann den jeweiligen Bedürfnissen der Nutzer dank seines offenen Quellcodes besser angepasst werden. Zudem lässt sich Linux wesentlich besser gegen Angriffe von außen sichern".
Dirk Hohndel, CTO der SuSE Linux AG, freute sich über die Unterstützung der Bundesregierung: "Für die aufstrebende Open-Source- und Linux-Industrie ist die Unterstützung seitens der Politik, wie sie die beiden Staatssekretärinnen heute auf dem LinuxTag demonstriert haben, von großer Wichtigkeit. Der LinuxTag zeigt längst nicht mehr nur Technik für Experten, sondern auch konkrete Lösungen, besonders für den Mittelstand."
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