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Test: Selbstextrahierende Zip-Archive unter PalmOS

PowerZip spart Speicher und verkürzt Dauer der Infrarot-Übertragung. Unter dem Namen PowerZip vertreibt G Data das PalmOS-Programm Combiner von envi.con mit einer deutschsprachigen Oberfläche. Mit der Software lassen sich Dateien auf dem PDA platzsparend in selbstextrahierenden Archiven komprimieren und so bei Bedarf leicht wieder entpacken.
/ Ingo Pakalski
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PowerZip erstellt direkt auf einem PalmOS-PDA selbstextrahierende ZIP-Dateien, um den Platzbedarf von selten benötigten Applikationen oder Datenbanken zu verringern und so mehr freien Speicherplatz zu erhalten. Da der in PalmOS-PDAs verwendete Dragonball-Prozessor kein Geschwindigkeits-Wunder ist, muss man beim Entpacken der Daten entsprechende Wartezeiten einkalkulieren (siehe dazu die Tabelle auf der folgenden Seite).

Für das Packen der Daten stehen die drei Kompressionsstufen "schnell", "moderat" und "beste Größe" zur Wahl, die aber in der Praxis keine großen Unterschiede bei der Archivgröße brachten. Gute Ergebnisse erzielt man mit der Einstellung "schnell", was einem zudem kurze Pack- und auch Dekomprimierungszeiten beschert. Außerdem lassen sich Applikationen auch ohne Kompression zu einem Programmpaket zusammenschnüren. Ganz gleich ob die Quelldaten im ROM oder RAM residieren, alle Programme können auch unter Umgehung einer Kopierschutz-Markierung in Archive gepackt werden.

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Vor der Archiv-Erstellung bestimmt man, ob PowerZip die Quelldateien nach der Komprimierung löscht, Konfigurationsdateien zum Archiv hinzufügt oder extrahierte Applikationen nach der Programmausführung im Speicher belässt. Auf Wunsch startet eine im Archiv befindliche Applikation unmittelbar nach dem Entpackvorgang. Das Löschen der Quelldateien sollte man nur mit Bedacht wählen: Im Test kam es beim Entpacken gelegentlich zu nicht reproduzierbaren Abstürzen des PDAs. Die vermutlich defekten Archivdateien ließen sich nicht mehr öffnen, so dass man den Inhalt nicht mehr erreichte.

Die fertigen PowerZip-Archive erscheinen dann als normale Applikationen im Programmstarter standardmäßig in der Rubrik "Pakete", können aber beliebig umsortiert werden. Ein Klick auf ein Archiv öffnet ein Programmfenster, in dem man den Entpackvorgang startet. Je nach gewählter Option bei der Kompression wird dann auch gleich die entpackte Applikation ausgeführt.

Beim Zusammenstellen von Archiven ist zu bedenken, dass man zum Entpacken auch den entsprechenden unkomprimierten Speicherplatz des Programms im PDA benötigt. Ein 1 MByte großes Programm belegt zwar im Schnitt nur 0,5 MByte als komprimiertes Archiv, verlangt aber zum Entpacken insgesamt nach 1,5 MByte Speicher. Schon wegen der Wartezeiten (siehe unten stehende Tabelle) beim Auspacken der Archive lohnt es sich kaum, allzu große Programmarchive zu komprimieren, auch wenn man diese nur selten benötigt. Die Packgeschwindigkeit variiert dabei von Gerät zu Gerät, weil in den unterschiedlichen PalmOS-Modellen verschieden schnell getaktete Prozessoren zu Werke gehen:

 Datei: Datebk4 (466 KByte)   Packen   Entpacken
  Palm V (16 MHz)
 1:52 min  0:25 min
  Palm IIIc (20 MHz)
 0:59 min  0:16 min
  HandEra 330 (33 MHz)
 0:29 min  0:12 min

Das Programm erleichtert auch die Infrarot-Übertragung von Dateien zu einem anderen PalmOS-PDA und übergeht einen eventuell gesetzten Kopierschutz. Die komprimierten Dateien bescheren einem auf Grund der geringeren Speichergröße eine kürzere Übertragungszeit. Da das PalmOS keine Funktion kennt, mehrere Dateien für eine Infrarot-Übertragung auszuwählen, kann man diese bei Bedarf zu einem Archiv zusammenfügen und mit einem Mal übertragen. Durch die Entpackroutine in den fertigen Archiven benötigt der Ziel-PDA auch kein installiertes PowerZip.

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PowerZip ist ab sofort für PDAs mit PalmOS 3.0 oder höher zum Preis von 39,95 DM im Handel erhältlich. Das Programm alleine belegt nur 65 KByte Speicher. Mit im Paket liegt auch ein Desktop-Programm für Windows 9x, Millennium, NT 4.0 und 2000, das die Daten auf einem PC komprimiert und dann zum PDA übertragt. Die getestete PowerZip-Version entspricht der Version 2.0 von Combiner(öffnet im neuen Fenster) , die bereits bei der Version 2.2 angelangt ist. G Data will ihren Kunden bei Bedarf Updates für PowerZip anbieten.

Fazit:
Wer auf seinem PalmOS-PDA einige Applikationen oder Datenbanken besitzt, die er nur selten benötgt, kann mit PowerZip wertvollen Speicher freischaufeln, ohne unterwegs auf diese Daten verzichten zu müssen. Die gelegentlichen Abstürze beim Entpacken trübten das Bild von PowerZip jedoch empfindlich: Man tut gut daran, die erstellten Archive auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen, bevor man die Quell-Dateien löscht.


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