Spieletest: Operation Flashpoint - Kalter Krieg ganz warm
Taktik-Simulation mit enormem Detailreichtum. Operation Flashpoint von Bohemia Interactive/Codemasters ist eine Taktik-Kriegssimulation, in der die Spielfigur eingerahmt von einer breit angelegten Kampagne Infanterie- und Luftwaffeneinsätze gegen separatistische Einheiten der roten Armee auf einer fiktiven Inselgruppe durchstehen muss.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Operation Flashpoint spielt militärisch in der Mitte der 80er Jahre und verfügt neben Einzel- und Multiplayermissionen über eine große Kampagne. Zunächst schlüpft der Spieler in die Rolle des Infanteristen Armstrong und muss im Trainingslager erst einmal lernen, sich an Befehle zu halten, zu schießen und sich im Gelände richtig zu bewegen. Diese Übungen, die sich später auch bei anderen Waffengattungen wiederholen, dienen im Spiel der Vervollkommung der Spielsteuerung mit unzähligen Tastenkombinationen, Befehlsfolgen und Ansichtsmodi.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Neben der Egoshooter-Perspektive kann man beispielsweise noch eine Übersicht von oben einstellen, die die Orientierung wesentlich erleichtert. Daneben stehen im Spiel für die Navigation ein einblendbarer Kompass, eine Uhr, ein Fernglas sowie eine Übersichtskarte mit Höhenlinien zur Verfügung.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Nach einigen erfolgreichen Missionen kann dann erstmals ein Trupp Soldaten befehligt werden. Durch Drücken der Funktionstasten wird der einzelne Soldat angesprochen und dann mit einer Ziffernfolge befehligt. Dies reicht von einfachen Marschbefehlen bis hin zu Feueranweisungen auf einzelne Ziele, Unterstützungsaufforderungen und vielem anderen mehr. Je nach Mission befehligt man mal mehr, mal weniger Kameraden – auch nächtliche Einzelkämpfermissionen mit schallgedämpften Waffen, Sprengladungen und Einsätzen tief im Feindesland sind vorhanden.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Der Schwierigkeitsgrad variiert stark – manche Missionen sind in wenigen Minuten erledigt, während andere viele Versuche und stundenlangen Spielspaß erlauben. Innerhalb einer angefangenen Mission kann man einmal zu einem beliebigen Zeitpunkt speichern – besonders bei umfangreichen, mehrstufigen Missionen verhindert das Feature unnötige Wiederholungen.
Grafisch und akustisch gehört Operation Flashpoint zu den absoluten Simulationshighlights – derart realistisch animierte Bewegungsabläufe der Figuren, Gesichtszüge, dem Waffen- und Fahrzeugverhalten sind selten zu finden. Lediglich bei den fliegenden Einheiten wurde zu Gunsten der Spielbarkeit deutlich weniger Wert auf Realismus gelegt.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Im Spiel kann man alle Fahrzeuge – auch die des Gegners – benutzen. Neben Jeeps, Zivilfahrzeugen, Panzern und Mannschaftstransportern stehen eine Vielzahl von Lastwagentypen und vieles mehr zur Verfügung. In die Lüfte kann man sich mit Transport- und Kampfhubschraubern sowie Starrflüglern erheben. Die Infanteriewaffen reichen vom einfachen Karabiner, Schnellfeuergewehren und Panzerabwehrwaffen bis hin zu schallgedämpften Waffen, Scharfschützengewehren, Handgranaten und ferngezündeten Sprengladungen. Die Waffen gefallener Gegner und Kameraden können ebenfalls eingesammelt und aufmunitioniert werden.
Die Zwischensequenzen zwischen den Missionen sind nicht etwa Videos, sondern mit den Mitteln des eigentlichen Spiels animierte Filme, in deren Ablauf nicht eingegriffen werden kann.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Im Spiel sind Rambo-Aktionen ziemlich erfolglos – vielmehr gilt es, den mit einer gehörigen Portion KI ausgestatteten Gegner im Team anzugreifen, zu umgehen oder zu überlisten. Die landschaftliche Kulisse ist mit ausgedehnten Feldern und Büschen, Wäldern mit richtigen 3D-Bäumen, Straßen, Wegen und Küstenstreifen schon schön genug dargestellt, doch auch die zahlreichen Dörfer und Gehöfte sind mit unglaublicher Liebe zum Detail entworfen worden. Sogar Ortsschilder, Verkehrsschilder und die Inneneinrichtung der begehbaren teilweise mehrstöckigen Häuser wurden nicht vergessen.
Der Hersteller hat nicht vergessen, dem Spiel einen Missions-Editor beizulegen, mit dem eigene Szenarien angelegt und mit anderen getauscht werden können. Im Internet finden sich schon zahlreiche Fanseiten, die teilweise noch basierend auf der Demoversion liebevoll gestaltete Missionen zum Download bereithalten.
Fazit: Operation Flashpoint stellt in vielerlei Hinsicht einen Meilenstein in der Spieleentwicklung dar. Interessante und abwechslungsreiche Missionen mit spannender Rahmenhandlung, optischen Leckerbissen und teilweise anspruchsvollem, aber nicht unmöglichem Schwierigkeitsgrad sind hier zu einer hervorragenden Taktik-Simulation vereint worden. Der Hersteller will im Laufe der Sommermonate sogar kostenlos weitere Missionen, Fahrzeuge und Waffen zum Download zur Verfügung stellen.