ARD/ZDF und VPRT fordern Mitspracherecht bei Kabelnetzumbau
Das "Referenzmodell Kabel" wurde den neuen Netzinhabern sowie den Betreibern der so genannten Netzebene 4 (letzter Kabelabschnitt zu den Empfängerhaushalten) übermittelt, um in gemeinsame Verhandlungen über die technische Ausgestaltung der Netze einzutreten.
Nach Auffassung von ARD, ZDF und des VPRT folgen aus der Teilung des deutschen Kabelnetzes in neun Regionen und deren Verkauf an regionale Betreiber weitreichende Veränderungen. Vom frequenztechnischen Ausbau und der Digitalisierung des Kabels seien besonders die Anbieter von Rundfunk- und Mediendiensten sowie ihr Publikum betroffen.
Das Kabelnetz würde so von einem reinen Verbreitungsweg für Rundfunk in ein Full-Service-Network verwandelt. In Zukunft könnten neben Fernseh- und Hörfunkangeboten auch Telekommunikations- und Internetdienste über das Kabel verbreitet werden. ARD, ZDF und VPRT bekunden größtes Interesse an einem technologisch einheitlichen Kabelmarkt in Deutschland und erwarten Verhandlungen und Abstimmungen zwischen Inhalteanbietern und Netzbetreibern in allen wesentlichen technischen und betrieblichen Fragen.
Das gemeinsame Positionspapier(öffnet im neuen Fenster) "Technische und betriebliche Anforderungen an ein neues Breitband-Kabelverteilsystem in Deutschland" kann als PDF-Datei bezogen werden.
Der VPRT hat im Mai 2001 ein Positionspapier zur "Privatisierung der Breitbandkabelnetze – Fakten und medienrechtliche Konsequenzen" veröffentlicht. Dieses Papier(öffnet im neuen Fenster) kann als Word-Datei heruntergeladen werden.
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