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Inferno OS läuft auf Compaqs iPAQ

PDA-Umsetzung des Netzwerk-Betriebssystems für verteilte Anwendungen. Vita Nuova hat auf der USENIX-Konferenz in Boston einen Compaq iPAQ PDA mit installiertem Inferno OS demonstriert. Die iPAQ-Version von Inferno beinhaltet eine Unterstützung drahtloser Netzwerke, die Inferno Virtual Machine, Tk Graphics, HTML-3.2-kompatiblen Web-Browser, JavaScript 1.1 und eine volle Entwicklungsumgebung.
/ Christian Klaß
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Unkomprimiert benötigt das ganze Paket laut Vita Nuova unter 3 MB Flash-Speicher. Zusätzlich zeigte das Unternehmen eine Zahl von verteilten Anwendungen ("Distributed Applications"), die auf vernetzten Rechnern laufen – Inferno wurde bereits für verschiedene Plattformen umgesetzt und existiert auch als Aufsatz für Betriebssysteme mit Windows, Linux und Solaris. Während Inferno für den Einsatz in Netzen entwickelt wurde, kann es jedoch auch als eigenständiges Betriebssystem genutzt werden.

Vita-Nuova-CEO Michael Jeffrey beschreibt die iPAQ-Version von Inferno als eine Alternative zu lizenzpflichtigen Betriebssystemen, womit er wohl vor allem Windows CE meint. Software-Entwickler sollen mit Inferno deutlich schneller verteilte Anwendungen entwickeln können, da die Inferno-Umgebungen für die verschiedenen Plattformen identisch sind. Ähnliches verspricht übrigens Amiga Inc. mit seinem Amiga DE.

Inferno OS für den iPAQ ist Teil einer neuen Inferno-Version, die ab Juli 2001 erhältlich sein wird und viele Änderungen enthalten soll. Vita Nuovas Inferno-Paket kann über Vita Nuova in Form einer Abonnement-Lizenz (ab 150 US-Dollar) bezogen werden und steht dann im Source-Code zur freien Verfügung – ähnlich Open-Source-Software.


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